Corona-Selbsttests in Schulen

Nicht ganz ohne: Warnhinweise zum SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test

Auf der Seite des HKM https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/testanleitung.pdf finden sich zu obigem Schnelltest folgende Warnhinweise:

„Die Packung enthält Bestandteile, die gemäß der Verordnung (EG)
Nr. 1272/2008 wie folgt klassifiziert sind:
Warnung:
H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H319 Verursacht schwere Augenreizung.
H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
Prävention:
P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P273 Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
P280 Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
Reaktion:
P333 + P313 Bei Hautreizung oder ‑ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P337 + P313 Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P362 + P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum: Enthält einen besonders besorgniserregenden Stoff (SVHC): Octyl‑/Nonylphenolethoxylate.“

Damit wird deutlich, dass der Gebrauch dieses Tests mit gesundheitlichen Gefahren für alle Beteiligten verbunden sein kann.

In der Testanleitung auf den Seiten des HKM wird darüber hinaus empfohlen: „Bitte wenden Sie sich an eine medizinische Fachkraft, um Ihr Testergebnis zu besprechen und um zu erfahren, ob zusätzliche Tests durchgeführt werden sollten. Wenn Sie sich Sorgen um Ihre Gesundheit machen, wenn Sie anhaltende Symptome haben oder wenn die Symptome schwerwiegender werden, wenden Sie sich bitte ebenfalls an einen Arzt.“

Lehrkräfte dürfen Schüler*innen, die Kopfschmerzen haben, noch nicht einmal ein Aspirin geben. Sie nun mit einer derartigen Aufgabe zu betrauen oder sie gar die Durchführung dieser Tests durch Schüler*innen überwachen zu lassen, erscheint vor diesem Hintergrund zumindest leichtfertig.

Daher halten Jurist*innen im Falle einer Anordnung eine Remonstration der Lehrkraft für sinnvoll, auch zum eigenen Schutz. Selbst wenn die Regierung erklären sollte, die Haftung zu übernehmen (was ist bei grober Fahrlässigkeit?) - moralisch verantwortlich gemacht werden kann die beteiligte Lehrkraft von Eltern und Schüler*innen trotzdem.