GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 05 Dec 2019 03:58:54 +0100 Thu, 05 Dec 2019 03:58:54 +0100 TYPO3 EXT:news news-331 Thu, 14 Nov 2019 09:13:18 +0100 100 Lehrer*innen bei Aktion „A 13 für alle“ https://www.gew-suedhessen.de/home/details/331-100-lehrer-innen-bei-aktion-a-13-fuer-alle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=412f69c6663c5f2af0bf6d343c0532ff 100-lehrer-innen-bei-aktion-a-13-fuer-alle (unsere Bildergallerie zeigt auch Aufnahmen von der Aktion im Kreis Bergstraße)

Pressemitteilung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Wiesbaden-Rheingau und Untertaunus vom 13.11.2019

100 Lehrer*innen bei Aktion „A 13 für alle“ – 1. Tag der unbezahlten Arbeit der Grundschullehrkräfte vor dem Hessischen Kultusministerium

Ab heute arbeiten Lehrkräfte an hessischen Grundschulen bis zum Jahresende unbezahlt. Zumindest, wenn man die Besoldung aller anderen Lehrämter nach A13 als Vergleich zugrunde legt. Ein Unterschied von 6.000 Euro jedes Jahr.

Die GEW-Kreisverbände Wiesbaden-Rheingau und Untertaunus machten heute mit nahezu 100 Grundschulkolleg*innen aus Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis vor dem Kultusministerium in Wiesbaden auf diese Schlechterstellung der Grundschullehrkräfte auf kritisch-kreative Weise aufmerksam:

Da geht die Reise hin… Gespräch auf gepackten Koffern

Da sieben Bundesländer mit der Anhebung des Grundschullehrergehalts bereits vorangehen und Hessen einen unrühmlichen viertletzten Platz in der Grundschulbesoldung bundesweit einnimmt, führten die Lehrerinnen Christine Dietz und Klaudia Lakatos von der GEW ein Gespräch „auf gepackten Koffern“ mit der Grundschulkollegin Katja Giesler von der Geschwister-Scholl-Schule in Wiesbaden sowie den bildungspolitischen Sprecher*innen im hessischen Landtag Kathrin Andres (Grüne), Christoph Degen (SPD) und Elisabeth Kula (Linke).

Giesler: „Die schlechtere Bezahlung empfinden wir zunehmend als Degradierung bei den täglichen Leistungen, die wir vollbringen. Dazu gestiegene Herausforderungen durch Integration, Inklusion, Ganztag. Und das bei Lehrkräftemangel, wenn wir auch noch fachfremdes Personal an die Hand nehmen müssen.“

Degen führte aus, dass die SPD über die Angleichung der Ausbildungsdauer für alle Lehrämter auf zehn Semester zu „A13 für alle!“ kommen und die Bestandskolleg*innen in einem Stufenplan besser besolden möchte. Die Linke habe aktuell in die Haushaltsberatungen den wiederholten Antrag nach A13 auch für Grundschullehrkräfte eingebracht, der bisher immer abgelehnt wurde, so Kula. Die Grüne, Andres, sprach sich für ein bundeseinheitliches Vorgehen laut Koalitionsvertrag aus.

 

Koalitionsvertrag endlich umsetzen

Kritik gab es am Stillhalten der hessischen Landesregierung, obwohl seit einem Jahr die Verständigung mit den anderen Bundesländern über A13 für Grundschullehrkräfte im Koalitionsvertrag steht.  „Keine Pause für A13, der nächste Dominostein muss fallen“, forderte Christine Dietz von der GEW-Wiesbaden-Rheingau. Weiteres Warten verschärfe den Unmut in den Kollegien sowie den Fachkräftemangel nur, die Qualität von Bildung nehme dabei zwangsläufig ab – Stichwort „innere Emigration“.

Kollegien fordern: (K)Eine Pause für A13!

An den Grundschulen im Schulamtsbezirk wurden in den letzten Wochen in Pausenaktionen Postkarten ans Kultusministerium geschickt und mehr als 100 Stück liebevoll selbst gestaltet. Unter dem Motto „Hessen bietet weniger…“ waren Fachkräftemangel, gestiegene Herausforderungen und Belastungen, hohe Unterrichtsverpflichtung, ausbleibende Wertschätzung und schwindende Motivation Thema.

Die gesammelten Karten sollen dem Kultusminister persönlich übergeben werden, wenn er für die Belange der Grundschullehrer*innen nicht verhindert ist.

„Hessen bietet weniger Motivation, Lehrer zu werden“ schreibt eine Grundschullehrkraft. Konsequenz: Die Reise geht in ein anderes Bundesland oder einen anderen Beruf. Die Quote an unqualifiziertem Personal beträgt aktuell 10% in hessischen Grundschulen – Tendenz steigend.

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Aktuell
news-330 Sun, 03 Nov 2019 11:39:07 +0100 Podiumsdiskussion zur Situation der Gesamtschulen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/330-podiumsdiskussion-zur-situation-der-gesamtschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab527dfb62ceb444ee7e253a687dc91b Veranstaltung des Bündnis Gesamtschule am 26.11.2019.2019, um 19 Uhr in der Heinrich-Wilhelm-von-Riehl-Schule

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Aktuell
news-329 Mon, 28 Oct 2019 13:27:51 +0100 Ganztagsschulen: Marathonlauf mit Hindernissen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/329-ganztagsschulen-marathonlauf-mit-hindernissen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e89a0db7a147a36389cf3eb967103bd4 6. November, Frankfurt Zu Diskussionsrunde laden GEW und Frankfurter Rundschau Die Mehrheit der Eltern will Schulen, in denen ihre Kinder ganztägig lernen und leben. Dennoch kommt das Projekt zu schleppend voran. Welche Hürden sind zu nehmen? Fehlt der politische Wille, das Geld oder behindert der Lehrkräftemangel entscheidende Fortschritte?

Zu einer Diskussionsrunde laden ein die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Frankfurter Rundschau

Mittwoch, 6. November, 19 Uhr | im Haus am Dom, Domstraße 3, Frankfurt

Es diskutieren: 

  • Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule
  • Wolf Schwarz, Ministerialdirigent des Hessischen Kultusministeriums
  • Klaus Klemm, Bildungsforscher  

Es moderiert:

Andreas Schwarzkopf, Frankfurter Rundschau

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Aktuell
news-327 Wed, 18 Sep 2019 18:12:35 +0200 Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/327-demokratie-staerken-rechtsextremismus-bekaempfen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09f45f98b119bcd1fca3cc93a1e3c050 Eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung Die Ausstellung stellt sich den Fragen: Was ist Demokra- tie und wie kann man sie gemeinsam (er)leben? Warum ist das Grundgesetz Grundlage unseres Zusammenle- bens? Und warum ist der Rechtsextremismus so gefähr- lich? Welches Weltbild steckt hinter der rechtsextremen Ideologie? Was ist die Taktik rechtsextremer Parteien? Wie sieht die moderne rechtsextreme Jugendszene aus und was macht sie vermeintlich attraktiv? Wie nutzen Rechtsextreme Musik und Internet für ihre Interessen? Welche Aktivitäten der rechten Szene gibt es in Hessen? Und wie kann man als Demokrat auf rechtsextremisti- sche Äußerungen und Taten reagieren? Und nicht zuletzt: Wie stärkt man durch sein persönliches Engagement die Demokratie?

Auf verschiedenen Tafeln wird dargelegt, wie Demokratie erlebt werden kann. Die Ausstellung möchte zu Zivil- courage gegen eine Normalisierung rechter Einstellun- gen ermuntern.

Weitere Informationen über die Ausstellung finden Sie im Internet: www.fes.de/lnk/hessen-gegen-rechts

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Aktuell
news-326 Wed, 18 Sep 2019 18:09:37 +0200 Politische Bildung an Schulen stärken! https://www.gew-suedhessen.de/home/details/326-politische-bildung-an-schulen-staerken/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc8cffa6a19a29fd70ae87661e97ccbf Fachtagungen am Donnerstag, 31. Oktober 2019 und Freitag, 1. November 2019 Auftrag der Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zur Übernahme staatsbürgerlicher Verantwortung zu befähigen. Sie sollen durch individuelles Handeln und durch die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen mit anderen zur demokratischen Gestaltung des Staates und zu einer gerechten und freien Gesellschaft beitragen. Diesen hohen Anspruch formuliert das Hessische Schulgesetz als Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule. Gleichwohl haben die Fächer der politischen Bildung in den letzten Jahren bildungspolitisch eher ein Schattendasein geführt. Vorhandene Ressentiments werden mittlerweile von rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Gruppen und Parteien immer vehementer aufgegriffen, verstärkt und gezielt geschürt. Aber auch die akuten globalen Krisen – von abbrennenden Regenwäldern am Amazonas bis zur (Wieder)Aufrüstung mit Nuklearwaffen – zeigen den Bedarf für eine fundierte politische Bildung. Unterdessen haben die Schülerinnen und Schüler mit ihrem nachdrücklichen Engagement für den Klimaschutz aufgezeigt, dass wir es keineswegs mit einer „politikverdrossenen“ Generation zu tun haben. Mit dieser Fachtagung will die GEW Hessen diskutieren, welchen Herausforderungen sich politische Bildung heute stellen muss und einen Beitrag zu deren Stärkung leisten.

Vorgesehener Ablauf, 31. Oktober, Frankfurt

  • 15.30 Uhr    Anmeldung, Ankommen
  • 16.00 Uhr    Begrüßung | Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen
  • 16.15 Uhr    Vortrag und Diskussion: Politische Bildung in Zeiten globaler Verwerfungen 
                        Prof. Dr. Bernd Overwien, Universität Kassel
  • 17.15 Uhr    AG 1 „Die Zukunft tanzt im Heute“.
                        Ein wenig Theorie und viel Praxis Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
                        Michael Schlecht, Umweltlernen in Frankfurt am Main e.V.
                        AG 2 PoWi auf der Höhe der politisch-ökonomischen Probleme
                        Herbert Storn, ehem. Berufsschullehrer, Autor
                        AG 3 Politische Bildung als integriertes Fach
                        Prof. Dr. Wolfgang Sander, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 18.45 Uhr    Zusammenfassung und Ausblick
                        Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen
  • 19.00 Uhr    Ende der Veranstaltung

Vorgesehener Ablauf, 1. November, Kassel

  • 15.30 Uhr     Anmeldung, Ankommen
  • 16.00 Uhr    Begrüßung | Birgit Koch, Vorsitzende GEW Hessen
  • 16.15 Uhr    Vortrag und Diskussion: Politische Bildung in Zeiten der Krise
                        Prof. Dr. David Salomon, Universität Hildesheim
  • 17.15 Uhr    AG 1 Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
                        Konzepte und praktische Beispiele
                        Dr. Claudia Wucherpfennig, Umweltlernen in Frankfurt  e.V., Goethe-Universität Frankfurt
                        AG 2 Herausforderung Rechtspopulismus 
                        Möglichkeiten der kritischen Auseinandersetzung im Politikunterricht
                        Dr. Andreas Füchter, Studienseminar für Gymnasien Heppenheim
                        AG 3 Politische Bildung als integriertes Fach
                        Prof. Dr. Wolfgang Sander, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 18.45 Uhr    Zusammenfassung und Ausblick | Birgit Koch, Vorsitzende GEW Hessen
  • 19.00 Uhr    Ende der Veranstaltung

Organisatorisches

Zielgruppe
Lehrerinnen und Lehrer, Studierende, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Interessierte

Tagungsgebühr
10 Euro / 5 Euro für GEW-Mitglieder
Ermäßigt (Studierende und LiV): 5 Euro / 0 Euro für GEW-Mitglieder

Anmeldungen bis 28. Oktober 2019
Bitte Namen, Tag und Ort sowie ggf. Ermäßigung angeben.
E-Mail: geschaeftsfuehrung@gew-hessen.de
Fax: 069-971293-93

Akkreditierung
Die Anerkennung als Fachtagung ist bei der Hessischen Lehrkräfteakademie beantragt.

Anfahrt Gewerkschaftshaus Frankfurt
Mit dem öffentlichen Personennahverkehr: Das Gewerkschaftshaus ist ab Frankfurt Hauptbahnhof in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.
Mit dem PKW: Kostenpflichtiges Parken ist u.a. möglich im Parkhaus Hotel Intercontinental APCOA, Wilhelm-Leuschner-Straße 43 oder im Parkhaus Baseler Platz, Gutleutsraße 89.

Anfahrt Haus der Kirche Kassel
Mit dem öffentlichen Personennahverkehr: Ab Bahnhof Wilhelmshöhe mit der Straßenbahn der Linie 1 bis zur Haltestelle Hessischer Rundfunk
Mit dem PKW: Anfahrt zum kostenfreien Parkdeck am Haus der Kirche über die Seitenstraße An der Insel 1

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Aktuell
news-325 Wed, 18 Sep 2019 18:00:01 +0200 Haltung statt Zurückhaltung https://www.gew-suedhessen.de/home/details/325-haltung-statt-zurueckhaltung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62ee98f5d5d15f164bb6793e48c992aa Wie neutral kann, darf oder muss Schule sein? Ein Vortrag von

Prof. Dr. Tim Engartner (Universität Frankfurt/Main)

Dienstag, 24. September 2019,

um 17 Uhr

Geschwister-Scholl-Schule Bensheim

Der GEW-Kreisverband Bergstraße lädt ein zum Vortrag von Prof. Dr. Tim Engartner:

Haltung statt Zurückhaltung:
Wie neutral kann, darf oder muss Schule sein?

Dienstag, 24. September 2019, 17 Uhr, Forum der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim

Latent bedroht war die Demokratie durch Apathie, Extremismus und Populismus schon immer. Nun aber rüttelt die Alternative für Deutschland (AfD) durch ihre parlamentarische Vertretung an den Grundfesten unserer Demokratie. Schülerinnen und Schüler werden an- gehalten, über diverse Internetportale Lehrkräfte anzugeben, die sich im Unterricht negativ über die AfD geäußert haben, da ihnen dies aus Sicht der rechten Partei untersagt sei. Und wenn dann noch hinzukommt, dass nach einer Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung vier von zehn Schülerinnen und Schülern nicht wissen, dass Auschwitz-Birkenau ein Konzentra- tions- und Vernichtungslager war, dann müssen die Alarmglocken auch in den Kultusministe- rien schrillen. Da demokratisches Bewusstsein keine anthropologische Konstante darstellt, sondern Tag für Tag erlernt werden muss, führt an der Aufwertung politischer Bildung an Schulen, Hochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung kein Weg vorbei. Es darf nicht länger nur dann nach ihr gerufen werden, wenn sie als „Feuerwehr“ gesellschaftliche Brandherde wie Politikverdrossenheit, Fremdenfeindlichkeit oder Jugendgewalt bekämpfen soll. Zunächst sollen Gründe, Hindernisse und Perspektiven für den Auf- und Ausbau poli- tischer Bildung skizziert werden, um sie anschließend im Plenum gemeinsam zu diskutie- ren.

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Aktuell
news-324 Wed, 18 Sep 2019 17:35:55 +0200 GEW Hochschulgruppe Darmstadt fordert kostenlose Mobilität durch die Deutsche Bahn für alle https://www.gew-suedhessen.de/home/details/324-gew-hochschulgruppe-darmstadt-fordert-kostenlose-mobilitaet-durch-die-deutsche-bahn-fuer-alle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a5d599f837d3e7e104f87b1fff01f8fe Bedienstete der Bundeswehr sollen nun ab dem 1. Januar 2020 kostenlos mit den Zügen der Deutschen Bahn fahren. Die GEW Hochschulgruppe Darmstadt fordert, dass alle Menschen kostenlose Mobilität durch die Deutsche Bahn genießen sollten.

Die zu Beginn dieses Jahres durch den CSU-Vorsitzenden Alexander Dobrindt angestoßene Initiative, die Bundeswehr durch kostenlose Zugfahrten in die gesellschaftliche Mitte zu rücken, finden wir sehr bedenklich. Sie signalisiert, dass andere Personengruppen der Gesellschaft nicht sichtbarer gemacht werden sollen.

Auch bei Studierenden, Schüler_innen oder Auszubildenden, die oftmals über ein geringes Einkommen verfügen, sollte der Lernort nicht an der Erreichbarkeit scheitern. Aber auch außerhalb institutioneller Lernorte sollten Menschen die Möglichkeit haben unabhängig mobil sein zu können. Ob mit dem deutschen Pass oder ohne, ob mit einem geregeltem Einkommen oder ohne. Freie Mobilität muss zu einem Menschenrecht anerkannt werden, da weder der Geburtsort, noch der individuelle Lebensweg jemals die individuelle Mobilität einschränken darf. Nur wer uneingeschränkt reisen kann, kann sich einen anderen Wohnort als seinen Lern- und Arbeitsort leisten, seine Freund_innen und Familienangehörigen die weiter weg wohnen ohne finanzielle Einschnitte treffen und kann Kulturangebote außerhalb ihrer_seiner Stadt oder ihres_seines Dorfes wahrnehmen.

Zudem ist der CO²-Verbrauch durch die Nutzung des Zuges geringer als durch das Reisen mit Kreuzschiff, Flugzeug oder dem Auto. Gerade in Zeiten der Klimakrise müssen neue Konzepte für eine nachhaltige Mobilität gestaltet werden. Anreize zu schaffen, sodass Bürger_innen ihre Autos freiwillig stehen lassen, finden wir sinnvoll. Sinnvollerer als die Kosten einer nachhaltigen Mobilität auf Bürger_innen abzuwälzen, wie es derzeit Personen der CDU/CSU vorschlagen. Die Problematik wird auf das Individuum abgewälzt und die Verantwortung den Produktionsbesitzer_innen entzogen. Deshalb begrüßen wir die derzeitigen Proteste im Rahmen der IAA in Frankfurtund dem#GlobalStrike am 20. Septemberund erhoffen uns den nötigen politischen Druck für Veränderungen. Denn es braucht eine radikale Verkehrswende sowie den kostenlosen ÖPNV und Fernverkehr.

GEW Hochschulgruppe Darmstadt Gagernstraße 8 in 64293 Darmstadt

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Aktuell
news-323 Wed, 18 Sep 2019 17:32:45 +0200 Offener Brief an Bundesbildungsministerin Frau Karliczek und die Bildungsminister*innen der Länder vom 18.09.19 https://www.gew-suedhessen.de/home/details/323-offener-brief-an-bundesbildungsministerin-frau-karliczek-und-die-bildungsminister-innen-der-laender-vom-180919/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd561f0492e36f1c909835a4c2b5d6eb Pädagogen For Future (paedagogenforfuture.org), Teachers For Future Germany (teachers4future.de) Wir fordern die Bundesbildungsministerin Frau Karliczek und die Bildungsministerien der Länder auf, allen Schüler*innen und Lehrer*innen die Teilnahme an der weltweiten Klima-Demo am 20.9.19 zu ermöglichen.

Deutschland hat sich mit dem Pariser Abkommen verpflichtet, Klimaschutzziele einzuhalten, die eine globale Erderhitzung auf deutlich unter 2°C, möglichst nicht mehr als 1,5°C, begrenzen. Deutschland wird die Ziele für 2020 und 2030 sehr wahrscheinlich verfehlen und die aktuelle Klimapolitik steuert auf 3°C Erderhitzung zu.iiiiiiiv

Deutschland ist der größte Emittent von Treibhausgasen in der EU und weltweit an 7.Stelle. Bei den kumulativen CO2-Emissionen seit 1750 liegt Deutschland an 4. Stelle und trägt somit einen erheblichenTeil an „historischer" Verantwortung für die Erderhitzung.v

Aktuelle Berichte des Weltklimarats IPCC und des Weltbiodiversitätsrats IPBES warnen vor einer großen Bedrohung der Artenvielfalt und Ökosysteme sowie dramatisch verschlechterten Lebensbedingungen für Menschen, wenn die Erderhitzung um über 1,5°C steigt und der Mensch weiter ungehindert in die Natur eingreift. Die Wissenschaft fordert „rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft“. vivii

Die UN sowie Organisationen wie Unicef und Amnesty International machen darauf aufmerksam, dass es hierbei um fundamentale Menschenrechte und unsere Zukunft geht. Sie stehen hinter der Jugendbewegung Fridays For Future, die in Deutschland seit über acht Monaten mit Unterstützung der Wissenschaft und Zivilgesellschaft für eine wirksame Klimapolitik protestiert.“.viii ixxxi

Jedoch, über acht Monate Protest haben noch nicht zu sofortigen Maßnahmen der Politik geführt. Daher solidarisiert sich ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft aus Kirchen, Gewerkschaften (Ver.di, GEW, IG Metall), Verbänden und Vereinen mit der Jugendbewegung und ruft zur Klima-Demo am 20.9. auf.xii Es ist jetzt notwendig, dass alle Menschen, auch Kolleg*innen an Schulen und alle Schüler*innen die Möglichkeit bekommen, am 20.9. durch Proteste ihre Meinung zu äußern.

In der BPK vom 18.8.19 antwortete das Justizministerium zu den Schulstreiks: „jegliche Sanktionierungsollte fernliegen, Demonstrationen sind unter Gesichtspunkten der Meinungs-, und Versammlungsfreiheit zu sehen und Schulen haben politischen Bildungsauftrag, die politische Debatte zu entscheidenden Themen ist wichtig an Schulen".xiii

Wenn Schüler*innen für Klimagerechtigkeit streiken, öffentlich protestieren, ist dies Teil gelungener Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)xiv und Transformativer Bildung. Sie haben ein komplexes gesellschaftliches Problem verstanden, partizipieren bei der Lösungsfindung, nehmen demokratisch Einfluss, verstehen sich als aktiven Teil der Zivilgesellschaft, als mündige Bürger. Also zeigen Sie, dass sie wichtige Ziele der schulischen Ausbildung erreicht haben und die Bildung erfolgreich war. Schulstreiks als Form des Protests gegen politische Untätigkeit gegen die Klimakrise sind die logische Folge und auch Teil guter BNE. Daher besteht kein Widerspruch zwischen Protest und Unterricht, sondern ein logischer Zusammenhang. Protest gegen Ungerechtigkeit, hier für Klimagerechtigkeit, ist notwendiger Teil einer

aktiven, demokratischen Gesellschaft Die Politik sollte Proteste als Signal der Gesellschaft verstehen, dass sie bereit für einen Wandel ist.

Die New Yorker Schulbehörde hat eine Erlaubnis für streikende Schüler*innen ausgesprochen.xv Viele

Schulen in Deutschland ermöglichen ihren Schüler*innen die Teilnahme, wir wissen aber auch von

Einschüchterungen gegenüber engagierten Lehrerinnen, die als Exkursion zur Demo gehen wollen und

von Drohungen mit Sanktionen gegen engagierte Schüler*innen und Lehrer*innen. Die GEW begrüßt

ein Engagement von Lehrkräften an der Demo, ruft zur Beteiligung auf und erwartet von

Bildungsminister*innen, dass von dienstrechtlichen Maßregelungen gegen Lehrkräfte abgesehenwird.xvi xvii

In Berlin rufen die bildungs- und jugendpolitischen Sprecherinnen der rot-rot-grünen Koalition zum Projekttag am 20.9. an Schulen auf.xviii Sie, Frau Bundesbildungsministerin Karliczek, „begrüßen den Einsatz der Schüler*innen für den Klimaschutz“.xix

Bildungspolitikerinnen machen sich als Verantwortliche für Bildung und Ausbildung der jungen

Generation unglaubwürdig, wenn sie nicht zulassen, dass Pädagog*innen für eine lebenswerte Zukunft ihrer Schüler*innen auf die Straße gehen dürfen. Es sollte ihre größte Motivation sein, gute Lebensbedingungen dieser jungen und folgenden Generationen zu erhalten.

Wir fordern daher die Bundesbildungsministerin und die Bildungsministerien der Länder auf, allen Schüler*innen und Lehrer*innen die Teilnahme an der Klima-Demo 20.9. sanktionslos zu ermöglichen. Wir und viele engagierte Schulleitungen und Kolleg*innen in den Schulen erwarten ein klares positives Signal dazu.

Initiativen Pädagogen For Future xx, Teachers For Future GermanyxxiUnterzeichner*innen:

GEW: LV Niedersachsen, KV Offenbach-Stadt, KV Göttingen, KV Osterode und die Landesfachgruppe Pädagogische, Therapeutische und Technische Fachkräfte, KV Leer (Ostfriesland), GEW Vorstand Kreis Harburg, GEW KV Region Hannover, KV Goslar, KV Cloppenburg, KV Lüchow-Dannenberg.

Margit Stumpp, MdB Sprecherin für Medien- und Bildungspolitik, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen; Birke Bull-Bischoff (MdB), bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag; Brigitte Freihold, Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE); Nicole Gohlke MdB, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag; Silke Michels, Sprecherin der BAG Bildungspolitik DIE LINKE; Sigrid Beer, MdL NRW, Sprecherin für Bildung, Petitionen und Religionspolitik, Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen.

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Aktuell
news-322 Fri, 30 Aug 2019 10:32:53 +0200 Schule und Demokratie: fridaysforfuture https://www.gew-suedhessen.de/home/details/322-schule-und-demokratie-fridaysforfuture/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6650bf4f2597e15871c4d346c9a4514b GEW-TV im Offenen Kanal anlässlich des globalen Klimastreiks am 20.9. - Frankfurt 12.00 Uhr Opernplatz

Schule und Demokratie: fridaysforfuture

Julia Endres, Schülervertreterin, und Herbert Storn, Lehrer und Autor, im Gespräch mit Michael Köditz, GEW Offenbach-Stadt

am Donnerstag, 12.9.2019, 18.00 und 22.00 Uhr

Wiederholungen am Freitag, 13.9., 10 und 14 Uhr sowie Samstag, 14.9. und Sonntag, 15.9., jeweils 18 Uhr

Julia Endres, Organisatorin von fridaysforfuture in Offenbach, und Herbert Storn, Autor von „Mit Demokratie ernst machen“, diskutieren mit Michael Köditz über den Politikunterricht, das Klima, die Zukunft unserer Schüler/-innen, ihr Engagement im Rahmen der Freitagsdemos und die Frage, wie demokratisch die Schule ist.

Eine Sendung des Kreisverbands Offenbach-Stadt der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das GEW-TV-Team für diese Sendung: Dr. Wolfgang Christian, Hildegard Feuchter, Dorothea Fries, Gerda Günther, Christa Rugen, Karl Schywalsky.

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Dauer: 41 Minuten
Zeitliche Verschiebungen um wenige Minuten sind möglich!

Der Offene Kanal Rhein-Main kann im digitalen Kabelnetz von unitymedia auf Programmplatz 391 empfangen werden.

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www.gew-offenbach.de

Online unter vimeo.com/346224265

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Aktuell
news-321 Tue, 27 Aug 2019 15:45:38 +0200 2. Darmstädter "Tour de Schul" https://www.gew-suedhessen.de/home/details/321-2-darmstaedter-tour-de-schul/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=836348df7f1fe881ecd56bc60d6ecc3d Radtour zu "einstürzenden Schulbauten" 31. August 2019 „Tour-Plan“

Ab 11.15 Uhr Sammeln und Aufstellen am Luisenplatz vor der Sparkasse

  • Ausgabe von GEW-Utensilien
  • Montage der GEW-Fahnen
  • auf Wunsch Kennenlernrunde

11.30 Uhr Start:

  • Gehen und schieben (optional in Zweierreihe) bis zur Kuppelkirche St. Ludwig
  • dann Fahrt (in Kleingruppen) u.a. zur Wilhelm-Leuschner-Schule und .... *)

*) Der Streckenplan wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Flyer

Kontakte zur GEW-Darmstadt

Klaus Armbruster
 armbruster@gew-darmstadt.de

Christine Just
 just.christine@t-online.de

Andrea Zeiter
zeit-a@web.de

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