GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sun, 05 Apr 2020 02:56:48 +0200 Sun, 05 Apr 2020 02:56:48 +0200 TYPO3 EXT:news news-344 Tue, 31 Mar 2020 11:16:26 +0200 Die Geflüchteten an den Grenzen nicht alleine lassen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/344-die-gefluechteten-an-den-grenzen-nicht-alleine-lassen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8657d8f90a012763ca628a8034554f40 Verantwortung wahrnehmen – Werte leben #leavenoonebehind Petition „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ (Moliére)

Die Situation der asylsuchenden Menschen in den Lagern auf den griechischen Inseln und an den europäischen Außengrenzen ist katastrophal. Das Leid der Geflüchteten verschwindet aktuell aus der öffentlichen Wahrnehmung. Gleichzeitig läuft die Zeit für die dringend notwendige Evakuierung davon. Kommt es zum Ausbruch des Corona-Virus in den Lagern, wird jeder Versuch der Eindämmung und sogar der Verlangsamung zum Scheitern verurteilt sein. Die erforderlichen - und in vielen europäischen Ländern bereits getroffenen Schutzmaßnahmen - sind in den Lagern schlicht unmöglich. Im Camp Moria auf der Insel Lesbos, das eigentlich für 3.000 Menschen gedacht war, leben derzeit mehr als 20.000 Menschen. Es gibt kaum Zugang zu Wasser, keine Seife und eine medizinische Versorgung sowie Infrastruktur ist so gut wie nicht vorhanden. Die tödlichen Folgen dieser Konstellation liegen offen zutage.

Vor allem in Zeiten der Krise zeigt es sich, was die eigenen Werte - wie die grundsätzlichen Menschenrechte und das Recht auf Asyl - tatsächlich wert sind. Das humanistische Europa darf diese nicht an seinen Außengrenzen opfern.

Aus diesem Grund machen wir aufmerksam auf die Petition und Kampagne „# LeaveNoOneBehind“ – Griechische Lager jetzt evakuieren

https://leavenoonebehind2020.org/de/

und unterstützen auch die Initiative „Can’t Wash My Hands“, eine Aktions- und Vernetzungsplattform zur Unterstützung der Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen https://cantwashmyhands.eu.

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Aktuell
news-343 Mon, 30 Mar 2020 17:28:39 +0200 Die Notbetreuung braucht klare Regeln! https://www.gew-suedhessen.de/home/details/343-die-notbetreuung-braucht-klare-regeln/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6521855edf1ee7468b0f36a1e58b0c51 Pressemitteilung der GEW Hessen vom 30.03.2020 (Notbetreuung in den Schulen an Wochenenden und Feiertagen und in den Osterferien) Das Kultusministerium hat jetzt – wie schon länger erwartet – die Schulen angewiesen, für bestimm- te Berufsgruppen auch an den Wochenenden, an Feiertagen und in den hessischen Osterferien eine Kindernotbetreuung zu sichern.

Birgit Koch, Landesvorsitzende der GEW Hessen, stellt fest: „Der Kreis der anspruchsberechtigten Berufsgruppen ist seit Mitte März mehrfach erweitert worden, ebenso ist die Voraussetzung, dass beide Elternteile zu einer systemrelevanten Berufsgruppe gehören müssen, weggefallen. Beides hat bisher nicht zu einer deutlichen Ausweitung der Zahl der Kinder in den Notbetreuungen geführt. Dies zeigt, dass alle Eltern, die es irgendwie anders regeln können, ebenfalls die zusätzlichen Kontakte in der Notbetreuung meiden. Das ist gut so und zeigt, wie verantwortungsbewusst alle mit der Situation umgehen!“

Gerade die pädagogischen Berufe sind Berufe, die mit einem erhöhten Sozialkontakt einhergehen. Insbesondere bei jüngeren Kindern kann der vom Robert-Koch-Institut empfohlene Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Hinzu kommt, dass gerade Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sein können, ohne selbst Symptome zu zeigen. Gleichzeitig suchen sie gerade in belastenden Situationen den Körperkontakt.

Birgit Koch weiter: „Bevor jetzt in den Schulen Notfallpläne für eine Ausweitung des Angebots auf Wochenenden, Feier- und Ferientage erstellt werden, sollte der Bedarf erfasst werden. Für Lehrkräf- te fordern wir eine absolute Freiwilligkeit des Einsatzes in der Notbetreuung. Lehrkräfte, die nach aktueller Einschätzung ein erhöhtes Risiko z.B. wegen des Alters oder durch Vorerkrankungen haben, dürfen nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden.“

Maike Wiedwald, Landesvorsitzende der GEW Hessen: „Lehrkräfte, die eine Notbetreuung sicherstel- len, sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Damit die Notbetreuung weiterhin gewährleis- tet werden kann, muss es klare Regeln für den Infektionsschutz geben. Wir fordern für die Kollegin- nen und Kollegen, die solche Dienste übernehmen, beste Bedingungen, insbesondere was Schutz- und Desinfektionsmaterial angeht.“

Für die Kolleginnen und Kollegen, die in der Notbetreuung eingesetzt sind, ist dies eine sehr anstren- gende Tätigkeit. Gerade an der Grundschule kann man die Kinder nicht, wie beim Abitur, in zwei Metern Abstand den ganzen Vormittag nebeneinander setzen. Es ist es oft schwer, die notwendigen Abstandsregeln einzuhalten. Hinzu kommt auch die Angst um die eigene Gesundheit und die eigene Familie.

Maike Wiedwald weiter: „Allen in der Notbetreuung Beschäftigten muss ausreichend Zeit zur Erho- lung eingeräumt werden, insbesondere wenn Arbeit an sonst üblicherweise arbeitsfreien Tagen not- wendig wird. Es muss eine Entlastung und einen Ausgleich danach oder während dieser Zeiten geben. Außerdem müssen diese Kolleginnen und Kollegen zugleich von allen anderen Aufgaben freige- stellt werden, zum Beispiel von der Betreuung ihrer Klassen aus dem Homeoffice.“

Beide GEW-Landesvorsitzenden betonen noch einmal abschließend: „Die Arbeitnehmerrechte und die Mitbestimmung in den Schulen gelten auch in Krisenzeiten weiterhin. Wir erwarten, dass an den Schulen, an denen eine erweiterte Notbetreuung stattfinden soll, der Personalrat der Schule beteiligt wird.“ In diesem Zusammenhang kritisieren Wiedwald und Koch, dass die Gewerkschaften und der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer auf der Landesebene systematisch missachtet werden und über alle Veränderungen zuerst über die Medien und die Internetseiten der Landesregierung erfahren. Dieses Misstrauen ist aus Sicht der Gewerkschaftsvorsitzenden „durch nichts gerechtfer- tigt“ und untergräbt die Motivation der Beschäftigten.

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Aktuell
news-342 Mon, 30 Mar 2020 13:29:54 +0200 Links zum Thema Corona https://www.gew-suedhessen.de/home/details/342-links-zum-thema-corona/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7de0c6debb65ebec67f6eee98c1729b8 aus dem Newsletter der GEW Offenbach Freiheit und Demokratie


Wirtschaft und Finanzen
 

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Aktuell
news-341 Fri, 27 Mar 2020 09:12:08 +0100 Einstellung der Wahlvorbereitungen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/341-einstellung-der-wahlvorbereitungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=640085a64c0e6319576b8a92e2c06739 Beschluss des a.o. GVo am 26. März 2020 Hier geben wir den Beschluss des geschäftsführenden Vorstands der GEW Hessen zur einordnung der Verschiebung der Wahlen zu den schulischen Personalräten (inkl. Gesamt- und Hauptpersonalräte) wieder:

Der GVO begrüßt das Schreiben der Vorsitzenden an die Mitglieder des Landesvorstands und dessen Veröffentlichung auf der Homepage. Er empfiehlt allen Gliederungen in ihrem Bereich entsprechend zu verfahren oder den Brief der Vorsitzenden weiter zu geben.

Der Erlass des Innenministeriums vom 24.3.2020 zur Einstellung der Wahlvorbereitungen ergibt sich aus unserer Sicht nicht zwingend aus dem Gesetz des Landtags zur Verschiebung der Personalrats- wahlen. Außerdem gibt es rechtliche Zweifel, ob es für die Anordnungen des HMdI die nötigen Er- mächtigungen durch den Gesetzgeber gibt. Die GEW wird diesen Fragen nachgehen, auch wenn durch den Erlass Fakten geschaffen wurden. Die GEW wird jedoch sehr intensiv darüber wachen, dass die derzeitige Krise nicht genutzt wird, um die Rechte der Beschäftigten und ihrer Interessenver- tretungen zu untergraben.

Auch wenn die gegenwärtige Pandemie-Lage keine Aussagen über den Termin der „längstens bis zum 31.Mai 2021“ verschiebbaren Wahlen zulässt, spricht sich die GEW für einen möglichst frühen Zeit- punkt aus, so dass die Übergänge in die Gremien gut organisiert werden können. Sollte kein Konsens im Rahmen des DGB gefunden werden, wird die GEW auch prüfen, ob der Wahltermin für den Schul- bereich mit über 2.000 örtlichen Personalräten einmalig auch unabhängig von den Wahlen in ande- ren Dienststellen des Landes Hessen festgesetzt werden kann. Sobald die Schulen wieder geöffnet sind, wird die GEW dafür einen konkreten Zeitplan vorlegen.

Die GEW empfiehlt allen Personalräten, die von ihnen benannten Wahlvorstände schon jetzt auf die Möglichkeit und Notwendigkeit hinzuweisen, sie für einen neuen Wahlgang erneut zu benennen. Sie empfiehlt den Wahlvorständen auf allen Ebenen, die für die Wahl im Mai 2020 gesammelten Unter- lagen und Beschlüsse aufzubewahren und zu dokumentieren, so dass bei der Einleitung eines neuen Wahlverfahrens lediglich eine Aktualisierung erfolgen muss. Für die Gesamtwahlvorstände betrifft dies insbesondere auch die Aufbewahrung der Kontaktdaten der örtlichen Wahlvorstände. Die GEW Hessen geht davon aus, dass die „neuen“ Gesamtwahlvorstände und der Hauptwahlvorstand erneut die Entlastung, wie sie der Erlass vom 6.11.2019 vorsieht, erhalten, weil die Organisation der PR- Wahlen in den Schulen mit den vielen Dienststellen sehr komplex ist und von vorne begonnen wer- den muss.

Die GEW hält die Regelung des Gesetzes, dass Beschlüsse der Personalräte „vorübergehend auch im Umlaufverfahren oder durch elektronische Abstimmung (Telefonkonferenz, Mail) erfolgen“ können, für erforderlich, sie weist aber darauf hin, dass dies nur möglich ist, wenn für die jeweiligen Personal- räte auch Verfahren gefunden werden, an denen alle sich beteiligen können und für strittige Fragen Wege für Erörterungen gefunden werden. Die GEW unterstützt alle Personalräte nachdrücklich bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Rechte auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die GEW berät die Schulen, Hochschulen und andere Einrichtungen, bei denen die Arbeit der örtli- chen Personalräte durch das Ausscheiden von Mitgliedern aufgrund von Rücktritten, Versetzungen oder Eintreten des Ruhestandes eingeschränkt wird oder ganz zum Erliegen kommt, weil keine Nach- rückerinnen und Nachrücker zur Verfügung stehen. Die GEW informiert dann über die Möglichkeit einer Neuwahl des Personalrats nach § 24 Abs.1 HPVG. In diesem Fall würde sich die Amtszeit eines neugewählten Personalrats bis zum übernächsten Wahltermin verlängern. Die GEW empfiehlt davon nur in Ausnahmefällen Gebrauch zu machen, um die Wahl der Personalräte aller Ebenen zum selben Zeitpunkt zu gewährleisten.

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Aktuell
news-340 Mon, 23 Mar 2020 11:45:06 +0100 Präsenzpflicht https://www.gew-suedhessen.de/home/details/340-praesenzpflicht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c32734c9fe9605485b740670dfb283b Neue Klarstellung durch das Ministerium Wir begrüßen die Neuformulierung in den FAQ seitens des Hesseischen Kultusministeriums, in denen es nun hinsichtlich der präsenzpflicht heißt:

 

Wie ist die Präsenz von Lehrkräften in der Schule geregelt?

Die Lehrkräfte befinden sich weiter im Dienst. Das bedeutet freilich nicht, dass sämtliche Lehrkräfte zwingend vor Ort an den Schulen anwesend sein müssten oder tatsächlich anwesend sind. Die Zahl der Lehrkräfte, die an den Schulen präsent sind, ist an den Schulen spürbar reduziert. Zu den anwesenden Lehrkräften zählen insbesondere die in der Notbetreuung von betreuungsberechtigten Schülerinnen und Schülern eingesetzten Lehrkräfte sowie die Lehrkräfte, die die Durchführung der Abiturprüfungen gewährleisten. Der Umstand, dass kein regulärer Unterricht stattfindet, erleichtert es den vor Ort befindlichen Personen, ausreichenden Abstand zu anderen zu halten.

Die Schulleitungen entscheiden in eigener Verantwortung, in welchem Umfang Lehrkräfte - insbesondere ab einem Alter von 60 Jahren sowie Beschäftigte, bei denen eine Grunderkrankung vorliegt, oder solche mit unterdrücktem Immunsystem - mit der Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden.

Es sollen keine Zusammenkünfte in größerem Umfang und größerer Zahl stattfinden, bei denen größere Personengruppen zusammentreffen. Das würde die Effektivität der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus unterhöhlen.

 

Wir hoffen, dass damit nun an allen Dienststellen ausreichende Klarheit zu Gunsten der Gesundheit der Kolleg*innen besteht. Bei anhaltenden Belastungen steht der jeweils zuständige Schul- und/oder Gesamtpersonalrat beratend zur Verfügung.

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Aktuell
news-339 Tue, 17 Mar 2020 18:11:29 +0100 FAQ zu Schulschließungen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/339-faq-zu-schulschliessungen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=40a1993f64c8ca5dd1e89ff75838d0d1 Informationen aus dem Schulamtsbezirk Bergstraße und Odenwaldkreis Wir teilen das FAQ_Schreiben der Schulamtleitung Bergstraße und Odenwaldkreis, da es zu vielen Punkten einen vernünftigen Umgang mit der aktuellen Lage erkennen lässt. Offenbar ist auch unter den Schulämtern noch Bewegung, so dass zu hoffen ist, dass beispielsweise die klare Aussage hinsichtlich der angeblichen Präsenzpflichten nun bald überall geklärt ist:

 

Wie ist die Anwesenheit der Kollegen/innen an den Schulen geregelt?
Sind Lehrkräfte, die Kinder betreuen müssen, über die gesamte Dauer dienstbefreit(?) oder müssen/sollen hier auch alternative Betreuungsmöglichkeiten gefunden werden?
Es besteht Dienstpflicht, eine Präsenzpflicht für Lehrkräfte in der Schule besteht jedoch nicht. Die Anwesenheit ist auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Eine Verpflichtung besteht, wenn die Mitarbeiter*innen in der Notbetreuung zwingend eingesetzt werden müssen (i.d.R. für Kolleg*innen, die nicht über 60 Jahre alt sind, keine Vorerkrankungen haben und nicht häusliche Kinderbetreuung sicherstellen müssen). Hier bitte ich, darauf zu achten, dass sich der Kreis der Menschen, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, ständig ändern kann und Sie somit flexibel darauf reagieren müssen, selbst wenn bei Ihnen bislang keine Betreuung notwendig sein sollte.
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Aktuell
news-338 Tue, 17 Mar 2020 18:10:01 +0100 Wie Umgehen mit Schulschließungen an Grundschulen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/338-wie-umgehen-mit-schulschliessungen-an-grundschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6f1307fe3ea0cb5909aeff46daa57d58 Empfehlungen des Grundschulverbands Seitens des Grundschulverband gibt es zwei Schreiben, in denen auf Fragen und Herausforderungen speziell aus Sicht der Grundschulen hinsichtlich der Schulschließungen durch Corona eingagngen wird. Wir teilen diese, da der eine oder andere Hinweis sicher beachtenswert ist.


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Aktuell
news-337 Mon, 16 Mar 2020 14:17:32 +0100 Präsenzpflicht https://www.gew-suedhessen.de/home/details/337-praesenzpflicht/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d286b45bf07fddf3a442074634d8f67e Haben die Lehrerinnen und Lehrer bis zum Ferienbeginn eine Präsenzpflicht? Die GEW hessen bezieht wie folgt auf ihrer Homepage stellung bzgl. der in den Schulen oft sehr unterschiedlich gehandhabten Präsenzpflichten von Lehrkräften:

Grundsätzlich gilt, dass lediglich der reguläre Unterricht ausgesetzt ist. Für die Gewährleistung der vorgesehenen Notbetreuung ist selbstverständlich auch pädagogisches Personal in den Schulen erforderlich.

Der Kultusminister stellt in seinem Schreiben an die Schulleitungen vom 15. März klar, dass dafür Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS) sowie sonstige Fachkräfte aus dem Ganztagsbereich herangezogen werden können. Wer jedoch zu den Risikogruppen gehört, also älter als 60 Jahre ist oder eine Grunderkrankung hat, kann ausdrücklich nur auf freiwilliger Basis eingesetzt werden:

https://kultusministerium.hessen.de/foerderangebote/schule-gesundheit/aktuelle-informationen-zu-corona/aussetzung-des-regulaeren-schulbetriebs-ergaenzende-informationen

Die GEW rät allen Beschäftigten, die zu einer dieser Gruppen gehören, nicht an der Notbetreuung mitzuwirken. Nach der Rechtsauffassung der GEW lässt sich anhand der bestehenden Regelungen zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern – insbesondere der Pflichtstundenverordnung – keine grundsätzliche Präsenzpflicht herleiten. Vor allen Dingen aber würde eine unnötig hohe Präsenz von Lehrkräften an den Schulen den Sinn der Maßnahme, soziale Kontakte zur Eindämmung der Pandemie so weit wie möglich einzuschränken, konterkarieren. Daher sollte der Schulbetrieb so organisiert werden, dass lediglich das Personal vor Ort ist, das zur Gewährleistung der Notbetreuung und für andere dringende Aufgaben unbedingt erforderlich ist. Lehrerinnen und Lehrer sollen ihren Dienstpflichten nach Möglichkeit von zuhause aus nachgehen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die über keinen geeigneten individuellen Arbeitsplatz an der Schule verfügen. Ein solcher ist nicht zuletzt erforderlich, um das Ansteckungsrisiko so klein wie möglich zu halten. Für die konkrete Umsetzung an der jeweiligen Schule sollten unter Einbeziehung des örtlichen Personalrats entsprechende Regelungen gefunden werden. Dabei muss der Gesundheitsschutz oberste Priorität haben.

Es gibt eine Dienstanweisung aus dem Kultusministerium, dass in der Bildungsverwaltung soweit möglich auf Telearbeit zurückgegriffen werden soll. Diese Regelung muss auch für Lehrkräfte angewendet werden. Wir begrüßen sehr deutliche Klarstellungen einzelner Schulämter, die deutlich machen, dass es keine Präsenzpflicht für Lehrkräfte und das pädagogische Personal vor Ort außerhalb der schriftlichen Prüfungen im Landesabitur und der Notbetreuung gibt. Wir erwarten vom Kultusminister eine zeitnahe und deutliche Klarstellung, dass dies in allen Schulamtsbezirken und an allen Schulen entsprechend umzusetzen ist.

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Die GEW Wiesbaden-Rheingau positioniert sich ebenso eindeutig und fordert auf ihrer Homepage am 16.03.2020:

Die GEW Wiesbaden-Rheingau fordert die sofortige Aussetzung der Präsenzpflicht für Lehrkräfte und Angestellte an den Schulen.

Ein positives Beispiel hierfür liefert das Staatliche Schulamt Main-Kinzig-Kreis, wenn die dortige Amtsleitung klar formuliert:

 

Sehr geehrte Damen und Herren Schulleiterinnen und Schulleiter,
sehr geehrte Lehrkräfte,

die Schreiben des HKM der letzten Tage habe zu einigen Nachfragen geführt.

Es gibt keine Präsenzpflicht für Lehrkräfte und das pädagogische Personal vor Ort außerhalb der schriftlichen Prüfungen im Landesabitur und  der Notbetreuung. Sollte eine Notbetreuung eingerichtet sein, ist es wichtig, dass jemand aus dem Schulleitungsteam ebenfalls in der Schule ist.
In der Notbetreuung dürfen nur Lehrkräfte eingesetzt werden, die nicht zu einer der bekannten Risikogruppen gehören. Dies betrifft auch das Schulleitungsteam vor Ort. Hier sind ggf. Vertretungen zu regeln. 
Wenn in Ihrem System keine Notbetreuung eingerichtet ist, können alle Lehrkräfte sowie die Schulleitung im Homeoffice arbeiten. Eine Person aus dem Schulleitungsteam sollte jedoch einmal täglich in der Schule nach der Post sehen.
Stellen Sie bitte sicher, dass Anfragen aus der Schulgemeinde oder aus meinem Haus Sie schriftlich und telefonisch erreichen können. 

 

 

(Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf der Homepage der GEW Hessen sowie auf der Webseite der GEW Wiesbaden-Rheingau)

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Aktuell
news-336 Sat, 14 Mar 2020 15:33:25 +0100 Aussetzung des Unterrichts aufgrund des Coronavirus https://www.gew-suedhessen.de/home/details/336-aussetzung-des-unterrichts-aufgrund-des-coronavirus/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c18e7ef154424711a14b6a93bae4d7b8 Erste Stellungnahme des Gesamtpersonalrats im Schulamtsbezirk Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden sowie Bergstraße Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mittlerweile ist das Schreiben des Kultusministers zur "Aussetzung des
regulären Schulbetriebs" bekannt, Sie finden es auch unten anbei. 

Von Seiten des GPRLL können wir in Anbetracht der Lage diese Maßnahme gut
nachvollziehen, sehen jedoch erhebliche Probleme in der konkreten Umsetzung,
die einmal mehr wieder in den Schulen vor Ort gelöst werden müssen.  
Wir kritisieren dies scharf. 

V.a. folgende Vorgabe stößt bei uns auf Unverständnis: 

"Lehrkräfte sowie sonstige schulische Bedienstete im Landesdienst haben
grundsätzlich gemäß ihrem individuellen Stunden- oder Einsatzplan ihrer
Anwesenheitsverpflichtung in der Schule nachzukommen und dort
außerunterrichtliche Aufgaben zu übernehmen."

Folgende Fragen stellen sich uns hierzu: 

- In großen Systemen kommen so rasch immer noch über 100 Menschen
zusammen, was auf jeden Fall die empfohlene Zahl von Menschenansammlungen
übertrifft (von den Gefahren des Arbeitsweges mal abgesehen - nicht wenige
sind ja auch auf Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen). Und auch bei
weniger Menschen sitzen immer noch genug zusammen (in vielen Firmen werden
z.Z. Besprechungen von über 10 Menschen in einem Raum abgesagt!). Das
widerspricht unserer Ansicht nach dem Sinn der Maßnahmen, Ansteckungsherde
auszudünnen. Und wenn dann Verdachtsfälle/Erkrankungen in diesen Kollegien
auftreten (häusliche Quarantäne.), wer nimmt z.B. das Abitur ab?
- Viele Kolleg*innen haben selber Kinder in KiTa oder Schule und
wissen nicht, wie sie die Betreuung regeln sollen. 
- Welche -sinnvollen- Arbeiten können denn in den Schulen überhaupt
erledigt werden? Die Problematik der nicht vorhandenen Arbeitsplätze ist
doch bekannt.
- Unserer Ansicht nach geben Dienstordnung und weitere Verordnungen
eine generelle Anwesenheitspflicht in der Schule gar nicht her. 

Der GPRLL empfiehlt ad hoc Folgendes: 

1.) Die ÖPRs sollten sofort mit den Schulleitungen sprechen und schauen,
ob nicht individuelle Lösungen an den Schulen gefunden werden können, damit
mehr Menschen (v.a. solche mit Betreuungsproblemen) zu Hause bleiben können.
Das könnte ja z.B. ein rotierendes System sein, damit eine möglichst kleine
Rumpfmannschaft vor Ort ist. Dies liegt u.E. durchaus im Ermessen der
Schulleitungen. 

2.) Ist besonders darauf zu achten, dass die Risikogruppen sofort und
auf jeden Fall zu Hause bleiben. Das HKM hat in seinem Brief vom 13.3.2020
an alle Schulleiterinnen und Schulleiter mitgeteilt, die Schulleitung könne
"in eigener Verantwortung entscheiden, in welchem Umfang Lehrkräfte -
insbesondere ab einem Alter von 60 Jahren sowie Beschäftigte, bei denen eine
Grunderkrankung vorliegt, oder solche mit unterdrücktem Immunsystem - mit
der Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden."

Wir halten diese Formulierung bezüglich einer Ermessensentscheidung der
Schulleitung für problematisch und verweisen deshalb auf die sehr viele
klarere Formulierung in der Pressemitteilung der Staatskanzlei vom 13.3.,
die für alle Landesbeschäftigten gilt und so sinngemäß auch von
Innenminister Beuth in der Pressekonferenz am selben Tag vorgetragen wurde

Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei vom 13.3.2020 Risikogruppen
unter Landesbeschäftigten können ab sofort von zu Hause aus arbeiten Für
Beschäftigte des Landes hat die Hessische Landesregierung beschlossen, dass
Personen über 60 Jahren sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
fortan, sofern es ihre Tätigkeit erlaubt, von zu Hause aus arbeiten können.
Das Robert-Koch-Institut sieht bezogen auf das neuartige Corona-Virus bei
Personen über 60 Jahren ein deutlich gesteigertes Risiko für einen
schwereren Erkrankungsverlauf. Ebenso zählen Personen mit bestimmten
Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Diabetes,
Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere, sowie
Krebserkrankungen oder Beschäftigte mit unterdrücktem Immunsystem als
Risikogruppe.
Sollte es in den Schulen zu Schwierigkeiten kommen, sollte auf diese
übergeordnete Regelung verwiesen werden.

Wir werden als GPRLL auch entsprechend unsere Bedenken vortragen, wir stehen
auch schon in Kontakt mit dem Hauptpersonalrat und den Verbänden, um
möglichst hier gegensteuern zu können. 

Die GPRLL-Sprechstunde an allen Montagen (außer in den Ferien) wird auf jeden
Fall aufrecht erhalten, Sie erreichen uns dort immer tel. ab 14.00 Uhr.
Mails an den GPRLL werden mehrmals täglich abgerufen. 

Wir wünschen allen Kolleg*innen viel Stressresilienz und Gesundheit in
diesen herausfordernden Tagen.

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Aktuell
news-335 Thu, 05 Mar 2020 18:35:48 +0100 Jetzt mal Klartext! Unterricht – ungenügend! https://www.gew-suedhessen.de/home/details/335-jetzt-mal-klartext-unterricht-ungenuegend/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=902ccda115215a7f96d81fc86c6aab5c hr-Sendung zur Situation an hessischen Schulen

Viel zu wenige Lehrer, Unterrichtsausfall und Quereinsteiger, die ins kalte Wasser geworfen werden: Die Situation an hessischen Schulen ist mehr als angespannt. Wir wollen Klartext reden – mit Eltern, Lehrern, Quereinsteigern, Politik und Bildungsforschern.

Unter diesem Motto wurde am 04. März auf dem Luisenplatz die Sendung klartext des hessischen Rundfunk aufgezeichnet. Mit vertreten war für die GEW und den Gesamtpersonalrat Manon Tuckfeld. 

Zu finden ist es über die Webseite des hr.

Sendetermine sind:

  • Mo. 09.03.20, 20:15 Uhr
  • Mi. 11.03.20, 09:15 Uhr
  • So. 15.03.20, 17:45 Uhr
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Aktuell