GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sun, 25 Aug 2019 04:58:10 +0200 Sun, 25 Aug 2019 04:58:10 +0200 TYPO3 EXT:news news-320 Mon, 19 Aug 2019 08:27:25 +0200 24. Bildungstag https://www.gew-suedhessen.de/home/details/320-24-bildungstag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e5a71d7db82deac71a2e705cc64fce2c Samstag, 26. Oktober 2019 | Rüsselsheim GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus erstmals erschienen bei https://www.gew-gg-mtk.de/home/details/245-24-bildungstag/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a5fbbd95dfb57fa3f410131eaed81eb

 

Einführender Vortrag

von Karl W. Hoffmann 1. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen

Fridays-for-Future-Workshop von SchülerInnen und
14 Arbeitsgruppen mit vielfältigen Anregungen für den schulischen Alltag

Eine Anmeldung ist erforderlich: Bitte senden Sie diese ausschließlich per Mail an den GEWKreisverband Groß-Gerau:  bildungstag@gew-gg-mtk.de 
Bitte geben Sie die gewünschte Arbeitsgruppe und eine Zweitwahl an. Sie erhalten eine Bestätigung. Außerdem werden wir Sie benachrichtigen,  wenn die gewünschte Arbeitsgruppe nicht zustande kommt oder bereits ausgebucht ist.
 

Tag der Nachhaltigkeit

Der jährliche Bildungstag der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus ist ein fester Treffpunkt für Pädagoginnenund Pädagogen in Schulen, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen, Eltern, Schülerinnen und Schüler und die bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit. Er dient der Fortbildung, dem Austausch und der Vernetzung.
Rekordsommer, Wetterextreme, Dieselskandal und der zweifelhafte Titel der Deutschen als Verpackungsmüllmeister Europas stimmen viele  Menschen nachdenklich. Die Folgen dieser Entwicklungen sind weltweit zu spüren, auch in unserer Region. Noch immer gibt es populistische Stimmen, die den menschengemachten Charakter des Klimawandels bestreiten. Als „Tag der Nachhaltigkeit“ widmet sich der 24. Bildungstag der GEW-Kreisverbände Groß-Gerau und Main-Taunus der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Das insgesamt wenig nachhaltige Verhalten der Konsumgesellschaft wirft Fragen nach globaler Gerechtigkeit auf, nach fairem Umgang mit  wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, nach der Generationengerechtigkeit, die den jungen Menschen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt. Die Fridays-for-Future-Bewegung legt eindrucksvoll den Finger in diese Wunde. Deshalb ist es nur konsequent, dass neben 14 anderen  Arbeitsgruppen Schülerinnen und Schüler am Tag der Nachhaltigkeit auch einen Workshop zu ihren Anliegen und Aktionen anbieten.
Als Veranstaltungsort ist die IKS Rüsselsheim mit ihrem Bienenvolk und dem Schulteich als zertifizierte Umweltschule besonders geeignet. Die  Verköstigung wird vom Team der Berufsfachschule der Werner-Heisenberg-Schule Rüsselsheim mit ihren Auszubildenden nachhaltig organisiert

 Unser Referent

Als Referenten konnten wir Karl W. Hoffmann gewinnen. Er ist erster Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen, Autor zahlreicher Fachpublikationen, Lehrbeauftragter am Geographischen Institut der Universität Mainz (derzeit ruhend) und Leiter des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien in Speyer.
Seine Publikationen zur Geographiedidaktik befassen sich unter anderem mit den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Megacitys,  Entwicklungsländer, Reflexionen zu europäischen Afrikabildern, Armutsbekämpfung durch Vergabe von Mikrokrediten oder Wasserkonflikte  zwischen Tourismus und Landwirtschaft (1). In einer Stellungnahme seines Verbandes vom 3. April 2019 erklärte Karl Hoffmann zur aktuellen  Klimadebatte, „dass sich einzelne Medienberichterstatter und vor allem die Politik offenkundig nicht die Mühe machen, zum Thema Klimawandel  gründlich zu recherchieren, welche wissenschaftlichen und bildungsorientierten Institutionen sich dem Thema Klimawandel seit Jahrzehnten  zuwenden und mit welcher Intensität sie dies tun. (…) Die deutschsprachige Geographie hat in diesem Zusammenhang unzählige Beiträge in  Forschung und Bildung geliefert, die eine sachorientierte, somit differenzierte Betrachtung des Klimawandels ermöglichen (…). Der Ruf, mehr  Klimawandel/Klimaschutz in den Unterricht zu bringen, lenkt von der Untätigkeit der Politik ab. Wie soll man Schülerinnen und Schüler zum Handeln  motivieren, wenn sie gleichzeitig sehen, dass der politische Wille fehlt, die Klimaziele zu erreichen?“
www.erdkunde.com

(1)  www.blogs.unimainz.de/fb09

Geplante Arbeitsgruppen des 24. Bildungstages

AG 1 Das erweiterte Viereck der Nachhaltigkeit – ein Denk- und Arbeitswerkzeug für Schülerinnen und Schüler
Die AG zeigt, dass Nachhaltigkeit als Basiskonzept, als „Grammatik“ des Schulfaches Geographie verstanden werden kann. Basiskonzepte sind  grundlegende und für Lernende nachvollziehbare Erklärungsansätze und Leitideen des fachlichen Denkens, die sich in unterschiedlichen  geographischen Sachverhalten immer wiederfinden lassen. Das Denken in Fachkonzepten wird demzufolge bewusster in das unterrichtliche  Handeln eingebunden. Sind Basiskonzepte etwas Neues? Die Antwort ist eigentlich: Nein, doch bisher wurde den Schülerinnen und Schülern dieses Fachverständnis kaum transparent gemacht. Entlang von Unterrichtsbeispielen soll im Sinn einer vertikalen Anbahnung der Aufbau von tragfähigen Wissensnetzen (im Gegensatz zu „Haben wir nie gemacht“) aufgezeigt und diskutiert werden.
Leitung: Karl W. Hoffmann, 1. Vorsitzender des Verbandes der
Deutschen Schulgeographen


AG 2 Schülerproteste gegen die Klimapolitik
Immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen weltweit für mehr Klimaschutz auf die Straße. Ihrer Meinung nach tut die Politik zu wenig. Doch wie hat sich die Bewegung „Fridays for Future“ gegründet und wie ist sie organisiert? Die AG soll Einblicke in die Arbeit der Beteiligten geben,   Hintergründe darstellen und zeigen, wie man selbst eine Fridays-for-Future-Veranstaltung durchführt.
Leitung: Niklas Fitzek, Schulsprecher der  Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim, und Merve Baran,Organisatorin der Fridays-for-Future- Bewegung Rüsselsheim


AG 3 Mehr drin als man denkt – Chemische Trennverfahren mit Lebensmitteln
Die Einheit ist geeignet für den Chemie-Anfangsunterricht oder den Naturwissenschaftsunterricht. Schülerinnen und Schüler werden durch die  chemischen Trennverfahren begleitet und entdecken mit spannenden Experimenten die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln. Die Teilnehmerinnen und  Teilnehmer des Workshops haben die Gelegenheit, die Experimente zu erproben und praktische Tipps zum Handling zu erfahren. Martin Einsiedel  ist Autor in der Reihe „Natur und Technik“ des Cornelsen-Verlages.
Leitung: Martin Einsiedel, Alexander-von-Humboldt-Schule Rüsselsheim


AG 4 Naturküche im Herbst – Springkraut und Eicheln
Bei einer Exkursion lernen wir herbstliche Wildkräuter, die Grundlagen der Verarbeitung von Eicheln und pflanzliche Neubürger wie Indisches  Springkraut und Mahonie kennen und verarbeiten sie zu leckeren Gerichten.
Leitung: Peter Becker, Wildkräuter-Werkstatt, Wiesbaden 


AG 5 Nachhaltige Projekte an Schulen
Wie lassen sich Umweltthemen im Unterricht oder in Projekten umsetzen? Schulen, die sich in verschiedenen nachhaltigen Projekten engagieren,  können das hessische Zertifikat „Umweltschule“ erlangen und sich im Sinne der BNE weiterentwickeln. Neben der Gestaltung des Schulgeländes  sind auch Klimaschutz und Ernährung mögliche Themen.
Leitung: Volker Kalbhenn, Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn


AG 6 Vom Wissen zum Tun
Fridays for Future, Rezo, Europawahl...: Junge Menschen in unserem Land fordern, dass endlich gehandelt werden muss, damit das Klima nicht  kippt, aber KEINER macht etwas. Wer muss denn jetzt handeln? Die Politik? Die Unternehmen? Die Gesellschaft? Jeder? Warum klappt das nicht? In diesem Workshop wollen wir die Lücke zwischen Wissen und Handeln erkunden und uns überlegen, was passieren muss, damit die Lücke  geschlossen werden kann. Wie kann man den Mut haben, sich selbst und Menschen in direkter Umgebung dazu zu bringen, etwas zu verändern.  Wie können Projekte angestoßen und wie kann zum Handeln animiert werden? Projekte von Schülerinnen und Schülern werden kurz vorgestellt  und es soll diskutiert werden, welche Rolle Schule dabei spielt.
Leitung: Gabriele Apel, Berufliches Gymnasium der Beruflichen Schulen Groß-Gerau, Schwerpunkt Umwelttechnik/Umweltökonomie


AG 7 Zero Waste: Lernwerkstatt „Plastikfrei“
Plastik ist in aller Munde – nicht nur im übertragenen Sinn … In Form einer Lernwerkstatt werden verschiedene Aspekte unseres Plastikkonsums  aufgegriffen, Alternativen vorgestellt und in die Praxis umgesetzt. Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie das allgegenwärtige Plastik und ein  nachhaltiger Umgang damit in Unterricht und Schulalltag thematisiert werden kann.
Leitung: Kaya Klein, Umweltlernen in Frankfurt e.V.


AG 8 Die ReMida: Vom Verbrauchen zum Gebrauchen
Die ReMida Frankfurt ist eine kreative Recyclingwerkstatt nach dem Konzept der Reggio-Pädagogik. Hier werden Materialien, die in Industrie,  Handwerk und Haushalten „abfallen“, gesammelt und ansprechend präsentiert. Vermeintlich wertlose Dinge laden so als nicht strukturiertes und  bedeutungsoffenes Material kleine und große Menschen zum Staunen und Entdecken, zum Ausprobieren und Gestalten ein. Zudem wird das  Prinzip „Vom Verbrauchen zum Gebrauchen“ praktisch erfahrbar gemacht. Das Konzept der ReMida kann man schlecht erklären - man muss es  selbst ausprobieren! Im Workshop wollen wir Dinge und Materialien aus der ReMida kennen lernen, gemeinsam damit kreativ werden und eigene  praktische Erfahrungen machen.
Leitung: Kirsten Allendorf und Katja Bühring Uhle, Umweltpädagoginnen und Referentinnen für BNE, Verein KreaRe, ReMida Frankfurt

AG 9 Fair-Trade-Mode und -Produkte im Modellunternehmen
Unter dem Namen „StoffweXel“ haben Schülerinnen und Schüler mehrerer Berufsfachschulklassen jahrelang weitgehend eigenverantwortlich einen  realen Laden geführt. Stand zunächst noch fair produzierte Mode im Vordergrund des Sortiments, so wurde dieses im Laufe der Zeit um weitere  nachhaltige Produkte (Schokolade, Kaffee, Tee, Cola…) erweitert. Für diese Arbeit wurde der Schule in Gelnhausen dreimal der UNESCO-Preis für  nachhaltige Bildung verliehen. In dem Workshop will der Initiator Robert Elbe auf die Entstehungsbedingungen des Schülerunternehmens und die  dahintersteckenden pädagogischen Ideen eingehen. Vertiefende Fragen, aber auch eigene Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen zur Sprache kommen.
Leitung: Robert Elbe, StD a. D., Offenbach


AG 10 Personalratsarbeit: Wäre das auch was für mich?
Im Mai 2020 werden in allen Schulen neue Personalräte gewählt: Zeit, sich schon jetzt Gedanken zu machen, wer die Arbeit der Kolleginnen und  Kollegen fortsetzen wird, die nicht mehr kandidieren wollen oder können. Die AG vermittelt Informationen über die Aufgaben des Schulpersonalrats  und erklärt, warum Personalratsarbeit auch Spaß machen kann. Auch Kolleginnen und Kollegen, die bereits einem Personalrat angehören, sind  herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und Fragen aus der aktuellen Arbeit einzubringen.
Leitung: Harald Freiling, Kreisvorsitzender und Rechtsberater des GEW-Kreisverbands Groß-Gerau


AG 11 Die Kommunikation mit mobilen digitalen Geräten in der Grundschule
Grundschulkinder verbringen heute bereits einen großen Teil ihrer Freizeit selbstständig mit Smartphone, Tablet und Spielkonsolen. Die Mehrzahl  bisheriger pädagogischer Angebote ist auf Jugendliche zugeschnitten und passt nur bedingt auf die Bedürfnisse von Kindern. Der  Medienwissenschaftler Jörg Astheimer arbeitet mit Grundschulen in unserer Region und gibt Empfehlungen zur Vermittlung eines sicheren und  sorgsamen Umgangs mit digitalen Medien im Unterricht und für die Elternarbeit (Infos unter: www.sixdegrees-media.de).
Leitung: Dr. Jörg Astheimer, Medienwissenschaftler, Dipl.-Soziologe


AG 12 Rhythmus mit Eimer, Flasche und Co
Gemeinsames Tun steht im Vordergrund, für die Schüler und Schülerinnen im Unterricht, aber auch für den Workshop beim Bildungstag.  Verschiedene „Rhythmusinstrumente“ kommen zum Einsatz. Es werden Möglichkeiten der Hinführung aufgezeigt, Übungsformen erklärt und  kleinere Stücke erarbeitet. Alle Aktivitäten sind in der Grundschule inhaltlich erprobt.
Leitung: Tine Böhnke, Musiklehrerin, Waldenser Schule Mörfelden-Walldorf

AG 13 Meditieren
Bis auf die (kurzen) Gesprächsrunden werden wir diesen Workshop im Schweigen verbringen. Die Meditation, wie wir sie üben werden, ist  methodisch mit der Vipassana-Meditation verwandt. Sie hilft uns in einer achtsamen, gelassenen und liebevollen Haltung bei uns selbst, mit all dem,  was gerade da ist, anzukommen und zu verweilen. Die Stille, in der wir überwiegend während dieses Workshops verweilen, trägt dazu bei,  die erreichte Sammlung zu halten und zu vertiefen. Der Workshop beinhaltet Sitzmeditation (mit Anleitung), Gehmeditation, gemeinsames,  achtsames Mittagessen im Schweigen (falls möglich), Information über Meditation und Austausch auch über die Möglichkeiten, diese mit dem  (Schul-)Alltag zu verbinden. Bitte bequeme Kleidung mitbringen!
Leitung: Nils Dräger, Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim


AG 14 Zu hoch, zu tief, zu leise?
Viele Faktoren führen dazu, dass wir im Alltag nicht die Durchsetzungskraft haben, die wir möchten. Das fehlende Bewusstsein für die eigene  Stimme, die dadurch auftretenden Blockaden in Stresssituationen (zitternde Stimme, mangelnde Verständlichkeit) und der damit verbundene Verlust  der Glaubwürdigkeit führen oft dazu, dass der erwartete Erfolg im Beruf oder im privaten Bereich ausbleibt. „Lassen Sie sich stimmen“ und  erfahren Sie, welche neuen Möglichkeiten ein Sprechtraining eröffnet! Julia Breckheimer entwickelte nach ihrem Studium im Bereich Schauspiel und  Gesang an der Universität der Künste Berlin ein Konzept, das die Stimme, den Ausdruck und die Präsenz zu einer Einheit werden und sich individuell und ganzkörperbezogen erfahren lässt.
Leitung: Julia Breckheimer, Trainerin für Firmen und Schulen im Rhein-Main-Gebiet, aktiv als Sprecherin, Schauspielerin und Stimmtherapeutin


AG 15 Drucken
In diesem Workshop experimentieren wir mit verschiedenen Drucktechniken und lassen unserer Kreativität freien Lauf. Von Tapedruck über  Monotypien und Materialdrucken bis zu Radierungen auf Rhenolan oder Tetrapack, alles kann ausprobiert und auch kombiniert werden. Wir  arbeiten mit wasserlöslichen Farben. Neugierige Anfänger sowie schon Druckerfahrene, alle sind willkommen!
Leitung: Veronika Weingärtner, Künstlerin, Mainz

Tagungsablauf

ab 9 Uhr      Beginn mit einem gemeinsamen Frühstück
10 Uhr         Begrüßung und Vortrag Karl W. Hoffmann: Das Konzept der Nachhaltigkeit als Grundlage und Reflexionsrahmen schulischen Lernens
11.30 bis 15 Uhr     Workshops mit integrierter Mittagspause
15 Uhr bis 16 Uhr   Erfahrungsaustausch und Gespräche bei Kaffee und Kuchen


Eine Anmeldung ist erforderlich:
Bitte senden Sie diese ausschließlich per Mail an den GEWKreisverband Groß-Gerau:
bildungstag@gew-gg-mtk.de 
Bitte geben Sie die gewünschte Arbeitsgruppe und eine Zweitwahl an. Sie erhalten eine Bestätigung. Außerdem werden wir Sie benachrichtigen,  wenn die gewünschte Arbeitsgruppe nicht zustande kommt oder bereits ausgebucht ist.


Kinderbetreuung
Ab 9.30 Uhr wird eine Kinderbetreuung angeboten. Wenn Sie diese wünschen, geben Sie dies bitte mit dem Alter des Kindes bei Ihrer Anmeldung  an.


Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro bzw. 5 Euro für GEWMitglieder. Kaffee sowie Frühstück und Mittagessen sind eingeschlossen. Schülerinnen,  Schüler und Studierende sind frei.


Akkreditierung
Der Bildungstag ist durch das Hessische Kultusministerium unter der Angebotsnummer LA 01996640 als Fortbildungsveranstaltung für hessische  Lehrkräfte akkreditiert (1 Fortbildungstag).


Anfahrt
Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim
Eingang: Evreuxring 25.


Öffentliche Verkehrsmittel:
von Frankfurt S8 und S9, von Wiesbaden S9 oder von Mainz S8 zunächst bis Rüsselsheim Bahnhof, dann mit den Buslinien 41,42 und 52 bis zur  Haltestelle Kant-Gymnasium

Anfahrt mit dem Pkw:
Über die A60 (Abfahrt Rüsselsheim-Königstädten), über Adam- Opel-Straße Richtung Innenstadt, Großsporthalle oder von MZ/WI über die B43, dann Kurt-Schumacher-Ring bis Evreuxring;
Parkmöglichkeiten: vor der Großsporthalle und in der Maxvon- Laue-Straße (nördliche Parallelstraße)


Das vollständige Programm finden Sie in den Programmflyern, die unmittelbar nach den Sommerferien in allen Schulen ausliegen.

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Aktuell
news-319 Tue, 13 Aug 2019 16:35:46 +0200 Einfluss rechter Gruppierungen auf Mädchen und Frauen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/319-einfluss-rechter-gruppierungen-auf-maedchen-und-frauen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb9ad60fe9b3008109e673cbe3cbcddd Fachtagung der PG Frauen 17. September 2019, Frankfurt Frauen, Frauenrechte und rechte Gruppierungen

Dienstag, 17. September 2019
10 bis 16 Uhr | DGB-Haus Frankfurt | Wilhelm-Leuschner-Str. 69–77, 60329 Frankfurt
Wilhelm-Leuschner-Saal

Rechte Gruppierungen sind überall in Europa auf dem Vormarsch. Dass sich bestimmte Männer und Jugendliche von rechtsnationalen Ideen angezogen fühlen können, kann sich frau vielleicht noch mit den Männlichkeitsbildern innerhalb dieser Gruppierungen erklären.

Dass rechtes Gedankengut auch unter Frauen und Mädchen Verbreitung findet, wird jedoch oft nicht wahrgenommen, da sie meist nicht so offen auftreten wie Männer und ein eher angepasstes Verhalten zeigen.

Wodurch aber werden Frauen und junge Mädchen von rechten Vereinigungen und Parteien wie der AfD angezogen?
Welche Mechanismen werden hier eingesetzt und warum und wie wirken sie auf Frauen?
Warum schreckt sie das antifeministische, antidemokratische Frauenbild, das diese Gruppierungen verbreiten, nicht ab?
Welchen Herausforderungen muss sich die Schule im Hinblick auf die politische Entwicklung von Mädchen stellen?

Diese und andere Fragen zur Attraktivität von rechtem Gedankengut auf Frauen und Mädchen möchten wir in der Fachtagung untersuchen und diskutieren.

Referate und Diskussion

Der Soziologe und Publizist Andreas Kemper, der schon lange in diesem Bereich forscht, wird ein Referat zur „Attraktivität rechter Gruppierungen auf Frauen“ halten. Er wird anschaulich rechte Strömungen innerhalb der AfD vorstellen und Mechanismen und Plattformen der Einflussnahme auf Frauen verdeutlichen.

Ina Pallinger promoviert am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg im Forschungsschwerpunkt Gender und Rechtsextremismus. Sie wird  in einem weiteren Referat die hessische und schulische Perspektive durch das Thema „Rechte Lebenswelten in Hessen – Attraktionsmomente und Involviertheit von Frauen und Mädchen“ in den Fokus nehmen. Sie hat Politik und Deutsch für das Lehramt studiert und ist Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus.

Geplanter Ablauf

  • 10.00 Uhr Ankommen und Anmeldung
  • 10.30 Uhr Begrüßung durch Birgit Koch, Vorsitzende GEW Hessen
  • 10.45 Uhr Vortrag Andreas Kemper „Die Attraktivität rechter Gruppierungen für Frauen“ mit anschließender Diskussion
  • 12.45 Uhr    Mittagspause
  • 13.45 Uhr  Referat Ina Pallinger „Rechte Lebenswelten in Hessen – Attraktionsmomente und Involviertheit von Mädchen und Frauen“ mit anschließender Diskussion
  • 16.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Organisatorisches

Teilnahmebeitrag
5 Euro für GEW-Mitglieder
10 Euro für Nichtmitglieder
kostenfrei für Studierende/Schülerinnen und Schüler

Anmeldung bis 5. September 2019
Barbara Lösel | Michelle Paulus
 069–971293–11
geschaeftsfuehrung@gew-hessen.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihren Vor- und Nachnamen sowie Telefon oder E-Mail-Adresse an und ob Sie GEW-Mitglied sind. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie eine Kinderbetreuung brauchen.

Akkreditierung

Die Anerkennung als Fachtagung bei der hessischen Lehrkräfteakademie ist beantragt.

Bild: Istock_adobe Avanne Troar

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Aktuell
news-318 Sun, 23 Jun 2019 14:10:46 +0200 Fachgespräch Inklusion https://www.gew-suedhessen.de/home/details/318-fachgespraech-inklusion/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4bda1b91359b275ca43ab7c75a6b7867 Vertreter aus sieben südhessischen Kreisverbänden trafen sich am 13.5. zum ersten Fachgespräch Inklusion in der Geschäftsstelle des Bezirksverbandes Südhessen. Unter dem Titel „Wie hältst du es mit der Inklusion, GEW?“ diskutierten die Teilnehmer*innen über den Umgang mit dem oft als Widerspruch wahrgenommenen Spannungsfeld zwischen pädagogischem, demokratischem und sozialem Auftrag der GEW einerseits und den Perspektiven für die Identifikation mit dem eigenen Arbeitsplatz und dem Abbau der Arbeitsbelastung andererseits. In dieser ersten Auflage, an der Vertreter fast aller Schulformen teilnahmen, standen besonders Aspekte der Entlastung innerhalb des Systems und die Rolle der Lehrkräfte in Regelschulen und BFZ im Vordergrund. Im Austausch wurde nicht nur deutlich, wie unterschiedlich Inklusion in den verschiedenen Kreisen und Schulformen gestaltet wird. Die Schilderungen der Bedürfnisse der einzelnen Akteure schärfte gleichzeitig den Blick für die Komplexität der Realitäten multiprofessioneller Teams an Regelschulen. Einigkeit herrschte darüber, dass es auf lange Sicht zu einer Verortung zumindest der großen Mehrzahl der Förderschullehrkräfte an der Regelschule kommen wird und kommen muss. Dies ist mittelfristig unter den momentanen Bedingungen allerdings nicht realistisch. Die Bedenken der BFZ-Lehrkräfte, unter den momentanen Bedingungen an eine Regelschule versetzt zu werden, konnten von den Teilnehmenden gut nachvollzogen werden. Gleichzeitig jedoch muss für Lehrkräfte an Regelschulen eine Verlässlichkeit beim Einsatz der BFZ-Lehrkräfte bestehen. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Teilnehmer*innen gegen Zwangsversetzungen und Vereinzelung von BFZ-Lehrkräften an Regelschulen aus, betonten jedoch, dass es die Möglichkeit der Einstellung von Förderschullehrkräften an Regelschulen geben sollte. Die Regelschule kann in hohem Maße von der Sachkompetenz und dem anderen Blick der Förderschulkolleg*innen profitieren. Dazu jedoch müssen sich diese in das Regelschulsystem einbringen können (Mitbestimmung und Mitgestaltung z.B. in den GeKo), ohne dass dies on top geschieht. Auf der anderen Seite muss es für Förderschullehrkräfte ein System professioneller Rückkopplung geben, nicht nur zur Wahrung der Fachlichkeit, sondern auch, um gemeinsame Interessen artikulieren zu können. Um einen Einsatz in beiden Systemen zu ermöglichen, ohne zwischen ihnen zerrieben zu werden, bedarf es klarer Vereinbarung über die Rolle der Förderschullehrkraft an der Regelschule und innerhalb des Systems professioneller Rückkopplung in Hinblick auf Arbeitszeit und Arbeitsverdichtung. 

Einmütigkeit herrschte unter den Teilnehmenden, dass die Kooperation innerhalb von multiprofessionellen Teams nur funktionieren kann, wenn hierfür Deputate bereitgestellt werden. Hierzu sollte unter anderem ein Teil der ISB-Verwaltungsressourcen verwendet werden. Um dem eklatanten Mangel an Lehrkräften zu begegnen und um sicherzustellen, dass die Ressourcen für den Inklusiven Unterricht auch tatsächlich bei den Schüler*innen ankommen, hielten es die Teilnehmenden auch für angebracht, dass, sollten Stellen für Förderschullehrkräfte nicht besetzt werden können, eine Einstellung an der Regelschule ermöglicht wird. 

Bisher gibt es kaum Möglichkeiten, mit Kolleg*innen verschiedener Schulformen über die Grenzen des eigenen KV hinweg in einen offenen Austausch zu kommen. Dieser aber ist notwendig, um als Gewerkschaft den Blick für die Arbeitsbedingungen und die sich daraus entwickelnden Bedürfnisse in ihrer Gesamtheit zu schärfen. Und dies ist unabdingbar, möchte die GEW weiterhin den Anspruch aufrechterhalten, alle im Bereich Bildung und Wissenschaft arbeitende Professionen zu vertreten. Die Organisatoren würden sich sehr freuen, wenn dieses Format Schule machte und Kreisverbände zum Beispiel im Rahmen einer Fortbildung BFZ-Personalräte mit denen der dort verorteten Regelschulen an einen Tisch bringen würden.

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Aktuell
news-317 Wed, 15 May 2019 09:56:35 +0200 Bildungs- und finanzpolitische Tagung mit Fraktionsvorsitzenden des Hessischen Landtags https://www.gew-suedhessen.de/home/details/317-bildungs-und-finanzpolitische-tagung-mit-fraktionsvorsitzenden-des-hessischen-landtags/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fb3c95d76979cb91e6f036f2b13aca2d Aufbruch im Wandel oder beharrlich den Mangel weiter verwalten? Mittwoch, 29. Mai 2019 | DGB-Haus Frankfurt Die GEW diskutiert mit: Fraktionsvorsitzenden des Hesssischen Landtags  

Bettina Wiesmann, MdB CDU (i.V. für Michael Boddenberg)
Mathias Wagner, BÜNDNIS ‘90/DIE GRÜNEN
Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD
René Rock, FDP
Jan Schalauske, DIE LINKE
Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen

Zur Lage der öffentlichen Haushalte | Prof. Dr. Achim Truger, Universität Duisburg-Essen, Sachverständigenrat

Die Veranstaltung ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditiert.

Der Koalitionsvertrag der am 18. Januar gebildeten schwarz-grünen Landesregierung trägt den Titel „Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt“. Gemessen an den Forderungen der GEW nach einem 500 Millionen Euro umfassenden Sofortprogramm für den Bildungsbereich stellt die Vereinbarung von Union und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN alles andere als einen Aufbruch dar. Zwar werden hier und da Verbesserungen – etwa im Bereich der Hochschulen – in Aussicht gestellt, aber von wirklich durchgreifenden und substanziellen Veränderungen kann kaum die Rede sein. Zudem stehen fast alle im Koalitionsvertrag verabredeten Maßnahmen unter einem Finanzierungsvorbehalt.

Im Rahmen der Tagung sollen zum einen die finanzpolitischen Spielräume der öffentlichen Haushalte in Hessen vor dem Hintergrund der Schuldenbremse und der aktuellen konjunkturellen Situation ausgelotet werden. Zum anderen sollen die bildungspolitischen Vorhaben der neuen Landesregierung kritisch bewertet und Alternativen diskutiert werden.

Ablauf

ab 9.30 Uhr Offener Beginn

10.00–10.30 Uhr Begrüßung und Einleitung: Bildungspolitik in Hessen – Anspruch und Wirklichkeit | Karola Stötzel, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen

10.30–11.30 Uhr Zur Lage der öffentlichen Haushalte | Prof. Dr. Achim Truger | Universität Duisburg-Essen, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

11.30–13.00 Uhr Arbeitsgruppenphase | Arbeitsbedingungen und Bedarfe in Kitas, Schulen und Hochschulen

13.00–13.30 Uhr Pause

13.30–15.00 Uhr Diskussion

  • Maike Wiedwald, Vorsitzende GEW Hessen
  • Bettina Wiesmann, MdB CDU
  • Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS ‘90/DIE GRÜNEN
  • Thorsten Schäfer-Gümbel, Fraktionsvorsitzender SPD     
  • René Rock, Fraktionsvorsitzender FDP
  • Jan Schalauske, stellv. Fraktionsvorsitzender DIE LINKE  

Moderation: Ludger Fittkau, Landeskorrespondent des Deutschlandradios

Anmeldung

Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 10 Uhr. Für die Vorbereitung (auch für Essen und Getränke) bitten wir um Voranmeldung bis 24. Mai 2019.

 geschaeftsfuehrung@gew-hessen.de
Oder per Post: GEW Hessen, Postfach 17 03 16 60077 Frankfurt

Flyer
Plakat

Bild: Jonas Tebbe, unsplash.com

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Aktuell
news-315 Fri, 10 May 2019 07:28:34 +0200 Umfrage zum Unterrichtsausfall in Hessen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/315-umfrage-zum-unterrichtsausfall-in-hessen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=850a6976474552c7ce638dcdde78456e Landeselternbeirat (LEB): Briefe an Eltern- und Schüler_innenvertretungen kommen nicht an. Frist verlängert! Teilnahme bis Ende Mai möglich! Wie der Vorsitzende des Landeselternbeirats Korhan Erkinici mitteilte, gingen bei ihm und in der Geschäftsstelle des Landeselternbeirats viele Beschwerden ein, dass Eltern- und Schülervertretungen Briefe des Landeselternbeirats nicht erhalten haben.

Der Landeselternbeirat informierte mit diesen Briefen über eine Online-Umfrage. Mit dieser Befragung soll ermittelt werden, ob die Personaldecke an den Schulen ausreichend dimensioniert ist, um einen reibungslosen Unterricht zu gewährleisten.

Aufgrund dieser Probleme bei der Zustellung der Briefe hat der Landeselternbeirat die Frist zur Teilnahme verlängert. Auch alle, die bereits teilgenommen haben, können bis zum Ende der Teilnahme Aktualisierungen vornehmen.

Die GEW Hessen bittet die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen, die Elternbeiräte und die SchülerInnenvertretung auf die Umfrage des LEB und auf die Verlängerung der Teilnahmefrist bis Ende Mai hinzuweisen.

Die entsprechende Mitteilung des Landeselternbeirats und den Link zur Online-Befragung findet man auf der Homepage https://leb-hessen.de.

Den schulbezogenen Zugangscode findet man auf dem Anschreiben. Ist dieses nicht eingegangen, kann man den Zugangscode auch per E-Mail anfordern:

tanja.pfenning@leb.hessen.de

 

 

 

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Aktuell
news-314 Thu, 09 May 2019 10:37:37 +0200 Wie hältst du es mit der Inklusion, GEW? https://www.gew-suedhessen.de/home/details/314-wie-haeltst-du-es-mit-der-inklusion-gew/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d7abdaeafff1a31ef27a581458bbc63 Fachgespräch: 13. Mai, Darmstadt Achtung: aktualisierte Raumänderung 14 bis 17 Uhr

in den Räumen des BV Südhessen der GEW

Gagernstr. 8, 64283 Darmstadt

Anmeldung der Vertreter eures KV bzw. eurer Fachgruppe

bitte bis zum 4. Mai 2019 unter info@gew-suedhessen.de

Geplanter Ablauf

  1. Begrüßung 
  2. Vorstellung des LDV-Beschlusses zur Inklusion (Harald Freiling)
  3. Diskussion entlang strittiger Punkte, z.B. Abordnungsproblematik der BFZ-Kräfte, Erhalt der Förderschulen, Rechte und Pflichten der BFZ-Kräfte an den Regelschulen, Möglichkeiten der Unterstützung durch UBUS, etc. 
  4. Zusammenstellung möglicher erster Arbeitsergebnisse für die weitere Diskussion in KV, BV und FG

Für einen Imbiss ist natürlich gesorgt.

Liest man den Koalitionsvertrag der neuen alten Landesregierung, scheint das Thema Inklusion einen höheren Stellenwert zu bekommen, wird es doch in einem eigenen Unterpunkt erwähnt. Schaut man genauer hin, bleibt wohl aber sehr vieles beim Alten. Das Nebeneinander von Förder- und Regelschulen bleibt bestehen, aber man verspricht den Grundschulen pro 250 SchülerInnen die Zuweisung einer Förderpädagogenstelle samt Deputat für eine fachliche Anbindung dieser Lehrkräfte an die BFZ. Das könnte einen Einstieg in die laut aktueller Beschlusslage von der GEW geforderten systemischen Zuweisung darstellen. Zweifel sind aber auch hier angebracht, schließlich fehlen hunderte ausgebildete Förderschullehrer in Hessen. Zweifel sind aber auch angebracht, ob dies den Wünschen der Förderschullehrkräften entspricht. Und auch an den Regelschulen brodelt es.

Es ist keine kleine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen, die sich von der Art und Weise der inklusiven Beschulung in Hessen stark belastet fühlt. Die Akzeptanz inklusiver Beschulung sinkt, es kommt zu offener Kritik an (vermeintlichen) GEW-Positionen und vereinzelt auch zu Austritten, was wiederum einzelne KV stark umtreibt. Es herrscht in dieser Gruppe zudem die Meinung vor, dass in der GEW über das Thema Inklusion nicht diskutiert werden dürfe. Auf der anderen Seite ist es mehrheitlich Konsens, dass jedes Kind einen Anspruch auf Teilhabe hat und dass es Aufgabe auch der DGB-Gewerkschaften, besonders aber der GEW, sein muss, für dieses Menschenrecht einzustehen.

Konkrete Fragen des Arbeitsalltags (Aufsichten, Vertretungen, Abordnung der BFZ-Kräfte ja oder nein) werden von den Kollegien und GEW-Mitgliedern der Regelschulen, der BFZ und der Förderschulen unterschiedlich beantwortet. Hier fehlt eine Antwort der GEW-Hessen, die die Bedürfnisse beider Gruppen berücksichtigt und mehrheitlich anerkannt werden kann.

Wie geht die GEW mit dem Widerspruch zwischen dem pädagogischen, demokratischen und sozialen Auftrag einer Bildungsgewerkschaft einerseits und  den gewerkschaftlichen Perspektiven für die Identifikation mit dem eigenen Arbeitsplatz und dem Abbau der  Arbeitsbelastung um? Welche Gelingensbedingungen lassen sich formulieren? Welche Einschätzungen und welchen weiteren Forderungen ergeben sich aus der Praxis inklusiver Beschulung?

Um diese Fragen zu erörtern und einen ersten Schritt in Richtung eines in der GEW tragfähigen Konsenses zu finden, laden wir ein oder zwei interessierte Mitglieder aller KV des BV Südhessen sowie je einer Vertreterin oder einen Vertreter der Landesfachgruppen Sonderpädagogik, Grundschule, Gesamtschule und Gymnasium zu einem Fachgespräch ein.

Mit GEWerkschaftlichen Grüßen

Thilo Hartmann – Mitglied im Vorsitzendenteam des BV Südhessen

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Aktuell
news-316 Fri, 26 Apr 2019 08:13:00 +0200 Für eine Entfristungsoffensive an den hessischen Hochschulen https://www.gew-suedhessen.de/home/details/316-fuer-eine-entfristungsoffensive-an-den-hessischen-hochschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=966ad45a4fa4a2f8285893859ff109c5 Petition zeichnen Die Petition Für eine Entfristungsoffensive an den hessischen Hochschulen!ist bereits im Vorjahr angelaufen, so dass bis Februar 2019 schon über 3.000 Unterschriften gesammelt werden konnten. Die Petition geht auf die Initiative für gute Arbeitsbedingungen an Hessens Hochschulen zurück, die von ver.di, dem Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) und der GEW getragen wird. Vor Weihnachten wurden die ersten 1.350 Unterschriften an den damaligen hochschulpolitischen Sprecher der grünen Fraktion, Daniel May, übergeben. Mit Nina Eisenhardt gibt es nun eine neue hochschulpolitische Sprecherin, der die Forderungen überbracht werden sollen. Außerdem haben jetzt die Grünen mit Angela Dorn als Ministerin und Ayse Asar als Staatssekretärin das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst übernommen.

Das sind für uns Gründe, die Kampagne fortzusetzen und die Unterschriften zu einem späteren Zeitpunkt den erstarkten Grünen zu überreichen. Im Koalitionsvertrag werden uns Dauerstellen für Daueraufgaben, tarifvertragsähnliche Regelungen für Hilfskräfte und ein Kodex für gute Arbeit in der Wissenschaft versprochen. Es liegt jetzt maßgeblich an den Grünen, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen. Die Petition kann noch bis Anfang Mai 2019 unterzeichnet werden. Am 13. Mai sollen die Unterschriften dann um 14 Uhr am hessischen Landtag überreicht werden. Bis dahin wollen wir noch möglichst viele Unterschriften sammeln. Bitte unterzeichnet die Petition, wenn noch nicht geschehen, und leitet diese E-Mail an eure Kolleginnen und Kollegen sowie eure Gliederungen weiter. Die Unterzeichnung ist online möglich:

https://weact.campact.de/petitions/fur-eine-entfristungsoffensive-an-den-hessischen-hochschulen

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Aktuell
news-313 Tue, 16 Apr 2019 15:29:10 +0200 Pädagogik als Waffe https://www.gew-suedhessen.de/home/details/313-paedagogik-als-waffe/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8adc47cd30dfb86d60b6d47e46961dd2 Über die Kritisch-materialistische Pädagogik Über die Kritisch-materialistische Pädagogik  und wir sie in die Gewerkschaft hineintragen
Wann? Samstag, den 11.05.19 um 14Uhr
Wo? GEW Kreisverband Darmstadt, Gagernstraße 8 64283Darmstadt
Anmeldung bitte an: jungegew_da@gmx.de

 

Eine gekürzte und bearbeitete Fassung des Artikels erscheint in der HLZ 4/2019.

Was tun? Eine Pädagogik für die Arbeiterklasse1Proteste gegen die Neutralisierung der Pädagogik an der TU Darmstadt

Seit Beginn des Wintersemesters 2018/19 regt sich zunehmend Protest unter den Studierenden der TU Darmstadt, angefangen mit den Architekten, die mit einer Widerstandswoche gegen die verheerenden Zustände ihrer Gebäude und die mangelnde Besetzung der Lehrstellen protestierten, indem sie die Lehrveranstaltungen boykottierten und sich über die Lage ihres Instituts informierten. Beendet wurde die Woche durch eine Demonstration mit 600 Studierenden, die lokal auch medial große Aufmerksamkeit erfuhr, wodurch ein kleiner Teil der Studierendenschaft zur Einsicht gelangte, dass es notwendig und vor allem möglich ist, auch ohne Professorentitel als Subjekt aktiv in der Uni aufzutreten. So z.B. bei den Pädagogen, denen angeblich wegen der Überlastung des finanziell und personell ebenfalls schlecht ausgestatteten Instituts von einer externen Evaluationskommission und vom Präsidium vorangetriebene Umstrukturierungen ihres Studienganges drohen, in deren Rahmen der Monobachelor2 Pädagogik ausgesetzt und die inhaltliche Ausrichtung der übrig gebliebenen Professuren immer weiter in Richtung Digitalisierung zugeschnitten werden sollen. Ausgerechnet mit der mittlerweile allgegenwärtigen Digitalisierung möchte man also dem, in der Pädagogik der TU Darmstadt, wie es heißt, aufgrund einer zu breiten inhaltlichen Aufstellung mangelnden Profil, begegnen. Das Profil mangelt dummerweise am meisten dort, wo die wenigsten privaten Drittmittel eingeworben werden können. Und niedrige Drittmitteleinwerbungen bedeuten nach der neuesten marktkonformen Wissenschaftsdefinition schlechte Forschungsleistungen (vgl. Evaluationsbericht S.7). Die erste Professur, die dieser Agenda geopfert werden soll, ist zugleich die letzte, die die kritisch-materialistische Bildungstheorie, die das Wesen der 1967 gegründeten Darmstädter Pädagogik bildet, ansatzweise in Form einer kritischen Pädagogik weiter verfolgt

Um das Aussterben der "Darmstädter Pädagogik" in deren Heimstätte zu verhindern, trugen wir als junge GEW und Teil der Aktionsgruppe „Mut zur Kritik“ gemeinsam mit wissenschaftlichen Hilfskräften und Mitarbeiter*innen, sowie Studierenden anderer Fachbereiche die „Darmstädter Pädagogik“ symbolisch zu Grabe. Mit Bannern, Plakaten und Flugblättern zogen wir lautstark durch die Uni zur Bibliothek wo wir alle Bücher von Gamm und Koneffke, den Begründern der Darmstädter Pädagogik, in einen Sarg packten, um das Aussterben unserer Pädagogik zum Ausdruck zu bringen. Da wir jedoch eine Pädagogik, die die wirkliche Befreiung des Menschen von Lohnarbeit fordert, nicht Aussterben lassen durften, entschlossen wir uns dazu die kritisch materialistische Darmstädter Pädagogik in einem Theaterstück wieder zum Leben zu erwecken. Das Theaterstück führten wir u.a. in der Vorlesung der „Allgemeinen Pädagogik“ auf, um die Erstsemesterstudierenden über die Situation am Institut zu informieren und sie dazu aufzurufen bei dem Protest aktiv mitzuwirken. Auch dem Präsidenten der TU statteten wir einen Besuch ab, der uns darüber belehrte, dass die kritisch-materialistische Pädagogik mit einer Dampfmaschine zu vergleichen sei, deren Zeit nun einmal abgelaufen sei, was gleichbedeutend damit wäre zu fordern die Gewerkschaften sollen den Streik abschaffen, da dieser als Kampfform ja viel zu alt wäre.

Am Ende der Aktion trugen wir die Bücher der Darmstädter Pädagogen in einen Gemeinschaftsraum der Hilfskräfte, um dort eine Bibliothek der kritisch-materialistischen Pädagogik einzurichten und die Studierenden zur Auseinandersetzung mit ihren Institutsgründern zu bewegen und deren Theorie für die Praxis fruchtbar zu machen. Zwei Tage später gelang es dann durch Druck der Studierenden auf das Direktorium, bewaffnet mit Kochtöpfen, Musikinstrumenten und Megafonen und dem Rauch-Haus-Song von Ton-Steine-Scherben die Aussetzung des Monobachelors für mindestens ein Jahr zu verhindern. Doch gewonnen ist der Kampf damit noch lange nicht, denn die inhaltliche Neuausrichtung der Pädagogik steht immer noch bevor. Außerdem ist auch kein Ende der Überlastung am Institut in Sicht, die mit der finanziellen Situation und daher nicht besetzbarer Stellen für wissenschaftliche Hilfskräfte und Mitarbeiter*innen unmittelbar einhergeht.

Vom Scheitern der Bildung zum faschistischen Stadium des Kapitalismus

Die Kommerzialisierung von Bildung, die längst nicht nur die TU Darmstadt betrifft, sondern das gesamte Bildungswesen, ist ein alter Hut. Bereits 2015 ist im Heft 1 „Kritische Pädagogik-Eingriffe und Perspektiven“ von der „Neutralisierung der Pädagogik“ zu lesen, die nicht erst seit gestern und auch nicht nur an unserem Darmstädter Pädagogik Institut vorangetrieben wird. Neutralisierung bedeutet hier u.a., dass Spannungen3 und Konflikte nicht mehr thematisiert werden und die Pädago- gik ihrer Wirksamkeit beraubt wird . Weil es dem Zeitgeist nicht entspricht, werden Grundbegriffe preisgegeben, wobei genau die Begriffe, wie Materialismus, Proletariat, Autonomie, Mündigkeit, Freiheit und Befreiung, Imperialismus und Kapital, doch unsere Taschenlampen sind, um überhaupt eine klare Vorstellung der objektiven Verhältnisse und unserer subjektiven Ziele zu erhalten. Dieser Selbstmord aus Angst vor dem Tod, von dem bei uns allerorts die Rede ist, ist antiaufklärerisch. Auch der Gegenstandsbereich der Politischen Ökonomie, den Daniela Holzer bei einer Koneffke- Tagung im März 2018 an der TUD als den „Bass der Darmstädter Pädagogik“ bezeichnete, liegt vollkommen im Dunkeln. „Die verschiedenen Varianten einer kritischen Erziehungswissenschaft haben dieser Entwicklungstendenz mit den Weg geebnet, indem sie ihr eigenes Forschungsdesign von den gesellschaftlichen Grundkonflikten auf die Felder der Kultur und ästhetischen Erziehung verschoben und das Erkennen gesellschaftlicher Kräfte, Interessen und Auseinandersetzungen ein- trübten“.4 Dies ist vor allem das Resultat einer „feindlichen Übernahme“, d.h. der „Fremdverfü- gung der Großkonzerne“5 über die Wissenschaft der Pädagogik. „Es gibt in der bürgerlichen Gesell- schaft nur einen Wert, dessen Macht alles durchringt: der den Dingen einwohnende Tauschwert, der als Kapital die Bewegung seiner Akkumulation ist“6. Die Wissenschaft wird so zur Ware degradiert und ist vom Standpunkt der Herrschenden „gut aufgestellt“. Entgegen des Postulats der Wertfreiheit von Wissenschaft, die es nicht gibt, ist die Haltung der Wissenschaftler ausschlaggebend dafür, welchen Zweck und welches Ziel die Forschung hat. „In einer Gesellschaft der Lohnsklaverei eine unparteiische Wissenschaft zu erwarten wäre eine ebenso törichte Naivität, wie etwa von den Fabri- kanten Unparteilichkeit zu erwarten in der Frage, ob man nicht den Arbeitern den Lohn erhöhen sollte, indem man den Profit des Kapitals kürzt.“7

Um den Niedergang der Pädagogik, sowie den der Wissenschaft im Allgemeinen, in kapitalistischen Gesellschaften verstehen zu können, bedarf es also einer kritisch-materialistischen Pädagogik. Der Vereinnahmung der Pädagogik durch die Profitinteressen des Kapitals muss außerdem praktisch entgegengewirkt werden – ansonsten verschwindet sie gänzlich aus den bürgerlichen Institutionen. Denn, „dass mit dem Kapitalismus statt der Vernunft das Wertgesetz als Prinzip der zur vollendeten Unvernunft verkehrten Vernunft die bürgerliche8 Gesellschaft beherrscht, sieht die materialistische Pädagogik auch als ein Versagen der Pädagogik“ .

An dem Niedergang der Bildung in der bürgerlichen Gesellschaft hat die Darmstädter Pädagogik jahrzehntelang geforscht, sowohl was die Ursachen, als auch was die Folgen eines solchen Versagens der Pädagogik sind, wobei sie stets von den konkreten materiellen, gesellschaftlichen d.h. ökonomischen Bedingungen ausging. Dass es für Wissenschaft sowie für die Möglichkeit einer demokratischen Gesellschaft unerlässlich ist, dass die Menschen zu mündigen und kritikfähigen Individuen erzogen werden, ist spätestens seit der Aufklärung eine Binsenweisheit. Für Gamm undKoneffke, die ihre Forschungen nach den abscheulichen Verbrechen des deutschen Faschismus auf- nahmen, hieß das, herauszufinden wie die Aufklärung so kläglich scheitern konnte, wobei sie durch das Studium von Marx darauf kamen, das Vernunft, die sich nicht auf die konkreten materiellen Bedingungen bezieht notwendigerweise zur Phrase verkommt und an der Wirklichkeit scheitert. Denn es „ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaft- liches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt“9. Jegliche Theorie rechtfertigt ihre Existenz also nur durch ihre Wirksamkeit für die Praxis. Über das Verhältnis von Vernunft und Faschismus schreibtGamm folgendes:

„Bei der manipulierten Nichtinanspruchnahme der Vernunft handelt es sich [...] um keine neutrale Entscheidung oder um ein sonstiges beliebiges Auswahlverfahren, vielmehr wird damit der Rückfall in die Barbarei eingeleitet, die im deutschen Faschismus die bisher schlimmste Beleidigung des Menschen als Glied der Menschheit zeitigte. Wenn der Faschismus die brutalste Manifestation von Unvernunft und Aberwitz in die Zeitgeschichte eintrug, so bietet der kapitalistische Produktionsprozess die ihm korrespondierende und aus- lösende Szene.“10

Dass der kapitalistische Produktionsprozess nicht den Regeln der Vernunft, sondern denen der Konkurrenz gehorcht, ist nach Gamm und Koneffke die Ursache des Elends. Bedient sich nämlich niemand der eigenen Vernunft, um den herrschenden Verhältnissen kollektiv etwas entgegenzuset- zen, so regiert im Kapitalismus nur noch die allein übrig gebliebene Verwertungslogik des Kapitals, die vor keinem Verbrechen Halt macht, um den Maximalprofit zu sichern. So zeigt Gamm auf, dass man den „Faschismus nicht als eigenständiges und abgegrenztes politisches Phänomen [auffassen darf], sondern als ein Derivat des Kapitalismus, um bürgerliche Herrschaft zu stützen“11. Der Faschismus stellt aber nicht bloß irgendeine andere Form kapitalistischer Herrschaft dar, sondern obendrein noch eine besonders profitable, unter Verhältnissen zugespitzter internationaler Konkur- renz eine notwendige Form, indem er die „Reduktion bzw. die Liquidation der Gewaltenteilung und ihrer Kontrollfunktionen [darstellt] [...], ohne den Produktionsprozess einzuschränken. [Es] [...] kann im Gegenteil gesteigert und die Ware mit geringeren sozialen Reibungsverlusten hergestellt werden, weil die Träger der Arbeitskraft fortan ‚gleichgeschaltet‘ sind und ihre zugestanden Be- dürfnisse sich nicht quer zu den Profitinteressen bewegen können, Lohnkämpfe füglich ausge- schlossen sind. Staat und Kapital werden verschweißt und halten die sperrige Arbeiterschaft nie- der.“12 Da sämtliche politischen Fragen von der Organisation der Produktion des materiellen Lebens ausgehen sollten, sind progressive politische Kämpfe, die sich nicht gegen die kapitalistische Pro- duktionsweise richten, langfristig folgenlos. So gibt man die politische Verantwortung nach den abgeschlossenen Tageskämpfen wieder an die Eigentümer der Produktionsmittel und somit an die Verwertungslogik des Kapitals ab, in der das Subjekt keine Rolle mehr spielt.

Gelänge es eine progressive Bewegung aufzubauen, die ihre sämtlichen politischen Anliegen gegen die Widerstände von Kapital und Staat durchzusetzen und zu behaupten im Stande wäre, käme das einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel gleich bzw. wäre nur durch diese möglich. Nur eine kämpfende Arbeiterklasse mit ihren Verbündeten, die sich der Selbstbewegung des Kapitals entge- genstellt, ist in der Lage die Entwicklung zur faschistischen Herrschaftsform der bürgerlichen Gesellschaft zu verhindern und ihre Ursachen auszumerzen. Natürlich ist ein einfacher Vergleich zu dem Faschismus des 20. Jahrhunderts nicht einfach zulässig, aber die weltweite Rechte hat in den letzten Jahren einige große Etappensiege errungen und führt ihre verbrecherische Politik unbeirrt fort. Ein Großteil der Linken legt ihnen hierbei keine Steine in den Weg, eben weil sie historisch so schwach ist, da sie keinen Begriff mehr hat von Geschichte und Ökonomie und den daran geknüpf- ten Möglichkeiten, Gesellschaft zu verändern.

Auch heutige Rechte wehklagen ständig über „die Globalisierung“ oder „die Digitalisierung“, ohne deren Wurzel, die Eigentumsverhältnisse, anzutasten, womit sich eine neue ideologische Querfront auftut. Deshalb werden wir nicht kopflos gegen „die Digitalisierung“ als „das Übel“ vorgehen, son- dern uns an die durch praktische Tätigkeit gewonnene theoretische Einsicht von Karl Marx erin- nern:

„Seit der Einführung der Maschinerie bekämpft der Arbeiter das Arbeitsmittel selbst, die materielle Existenzweise des Kapitals. Er revoltiert gegen diese bestimmte Form des Pro- duktionsmittels als die materielle Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise. [...] Die massenhafte Zerstörung von Maschinen [...] bot [...] den Vorwand zu reaktionärsten Gewalt- schritten. Es bedarf Zeit und Erfahrung, bevor der Arbeiter die Maschinerie von ihrer kapita- listischen Anwendung unterscheiden und daher seine Angriffe vom materiellen Produktions- mittel selbst auf dessen gesellschaftliche Exploitationsform übertragen lernt.“13

Fast 200 Jahre sind dafür genug Zeit. All jenen, die meinen man könne fortschrittliche Politik machen, ohne sich wissenschaftlich einen Begriff davon zu machen, wie das überhaupt gehen soll, bzw. welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen, halten wir entgegen, dass Phrasen die Welt nicht ändern können. Und allen, die meinen eine Notwendigkeit für kollektive Praxis gegen den Rechtsruck und andere kapitalistische Dynamiken sei gegenwärtig nicht erkennbar und „so schlimm wird es schon nicht kommen“, stellen wir die Frage, wirst du dafür Sorge tragen?

Über die Dringlichkeit klassenpolitischer Gewerkschaftsarbeit

Nach diesen Überlegungen stellen wir, die Junge GEW Darmstadt, uns die Frage: Wieso ist die materialistische Pädagogik nicht in Gewerkschaften präsent? Wieso gibt es immer weniger Schulungen, in denen der grundlegende Widerspruch von Lohnarbeit und Kapital erläutert wird?

Aus Kämpfen der Arbeiterklasse lernen wir: „Wissen ist Macht“. Gamm und Koneffke haben das Wissen über die Kritik der politischen Ökonomie mit Bildung in einen Zusammenhang gebracht und so den Studierenden die Theorie an die Hand gegeben, um eine wirkmächtige Praxis zu ermög- lichen. So haben Studierende beispielsweise in den 70er Jahren für die Errichtung von studentischen Tutorien gestreikt. Das notwendige Verständnis von politischer Ökonomie zum Begreifen von Gamms Texten erhielten die Studierenden zu dieser Zeit einerseits in den Gewerkschaften (haupt- sächlich in der IG Metall), andererseits in selbstorganisierten Lesezirkeln der verschiedenen Hoch- schulgruppen, die es im Unterschied zu heute verstanden, sich zu organisieren. Nur durch diese ökonomischen Grundkenntnisse konnten die Studierenden die Theorie auch in die Praxis umsetzen.

Worum geht es bei der materialistischen Pädagogik?

Gamm fordert für die Pädagogik „Parteilichkeit als Bildungsprinzip“14, es geht vor allem darum, Partei zu ergreifen für die Arbeiterklasse, denn, so betont Konneffke: „Eine Gesellschaft, die von der Ausbeutung der Lohnarbeitskraft lebt, ist eine Gesellschaft, die die Freiheit, die sie auf der anderen Seite allen garantiert, blockiert. Angemessene Aufklärung heute wäre die über diesen Tatbestand.“15

Wo ist diese Aufklärung in der Gewerkschaft heute?

Dass die bürgerliche Freiheit der Kapitalisten mit der Unfreiheit bzw. Unterdrückung der Arbeiter unmittelbar verbunden ist führt zu der Einsicht, dass Freiheit heute, unter kapitalistischen Produkti- onsverhältnissen nicht möglich ist. Die Befreiung der Menschheit von Lohnarbeit ist somit die Vor- aussetzung für Freiheit. Diese Unterdrückung ist möglich, weil die Produktionsmittel, Betriebe und Maschinen, immer noch in privater Hand sind. Die damit einhergehende vorherrschende Konkur- renz, sowohl unter den Kapitalisten, als auch unter den Arbeitern steht dem Gedanken der Solidari- tät unvereinbar gegenüber. Solidarität ist jedoch das, was die Arbeiterklasse und die Gewerkschaf- ten sich international auf die Fahne schreiben. Es ist an der Zeit, mit diesem Anspruch ernst zu machen!

Deshalb fordern wir als Junge GEW Darmstadt den DGB und alles Einzelgewerkschaften dazu auf, die kritisch materialistische Pädagogik in die Weiterbildungsangebote für Referenten und Teamer verpflichtend aufzunehmen.

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news-311 Tue, 02 Apr 2019 12:59:59 +0200 Ein Europa für Alle https://www.gew-suedhessen.de/home/details/311-ein-europa-fuer-alle/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09fb5848004dc12ee889e8cb872d00ec Deine Stimme gegen Nationalismus! Sonntag, 19. Mai 2019, Großdemos in den Städten Europas

Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder groß schreiben. Ihr Ziel: Mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern!

Wir halten dagegen, wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht werden sollen. Wir appellieren an alle Bürger*innen Europas: Geht am 26. Mai wählen – tretet ein gegen Nationalismus und für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa!

Gemeinsam sagen wir: Die EU muss sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will. Wir streiten für unsere Vision eines anderen Europas. Unser Europa der Zukunft verteidigt Humanität und Menschenrechte; steht für Demokratie, Vielfalt und Meinungsfreiheit; garantiert soziale Gerechtigkeit und treibt einen grundlegenden ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise voran.

Sei mit dabei, wenn wir am 19. Mai europaweit mit zehntausenden Menschen gleichzeitig auf die Straße gehen! Für die Zukunft Europas, gegen Nationalismus!

 

weitere Infos unter: https://www.ein-europa-fuer-alle.de 

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news-310 Tue, 02 Apr 2019 12:53:57 +0200 Abitur 2019 – Der ganz normale Wahnsinn?!! https://www.gew-suedhessen.de/home/details/310-abitur-2019-der-ganz-normale-wahnsinn/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc8a83902880917ce4112dd817a0e95e Keine Osterferien für zeitaufwendige Korrekturen und Gutachten! Das Kultusministerium sieht weg! Da Ostern in diesem Jahr sehr spät liegt, beginnen die Osterferien entsprechend erst Mitte April. Dies verlängert nicht nur die „Durststrecke“ zwischen Winter- und Osterferien, sondern hat gepaart mit dem kurzen Schuljahr noch eine weitere, für viele Kolleginnen und Kollegen äußerst belastende Konsequenz: 

Die schriftlichen Abiturprüfungen müssen noch vor den Ferien von den Erst- an die Zweitkorrektoren weitergegeben werden. Den Prüferinnen und Prüfern steht in diesem Durchlauf erstmals nicht die Ferienzeit zur Verfügung, um die zeitaufwendigen Korrekturen zu erledigen und die individuellen 
Prüfungsgutachten zu erstellen. Dies muss in diesem Jahr parallel zum laufenden Unterricht geschehen und kann daher nur an Nachmittagen, Wochenenden und in Nachtschichten erledigt werden.

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen beim GEW Kreisverband Hanau.

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